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als die extra-scharfe Senftube Festivalplakat- und Katalog schmückte, repräsentierten
19 Wettbewerbsfilme (15 D, 2 CH, 2 A) die Jahresproduktion 2000 des deutschsprachigen
Filmnachwuchses (ausgewählt aus knapp 300 Anmeldungen). Die Cinémathèque
Municipale de Luxemburg gab mit drei ausgewählten Filmbeiträgen einen
eindrucksvollen Einblick in ihre Retrospektive »
'Cinéma Underground‘ mit Independent-Filmen
aus den USA der 60er Jahre. Und wieder erfuhr das Festival eine Neuerung:
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Der Verband der Deutschen Filmkritik vergab erstmalig seine Preisewährend
des Max Ophüls Preises in Saarbrücken, und zwar in den Kategorien bester
Spielfilm, bestes Spielfilmdebüt, bester Darsteller, beste Darstellerin (an
die anwesende Hannelore Elsner), bester Kurzfilm, bester Dokumentarfilm und bester
Experimentalfilm. Die Zuschauerzahl stieg um mehr als tausend auf 19365, bei weiterhin
großem Interesse der Fachpresse (550 Akkreditierungen).
Max Ophüls Preis: DAS WEISSE RAUSCHEN, Hans Weingartner
Begründung
der Jury (Eoin Moore, Urs Odermatt, Nina Petri, Hans Schifferle, Peter Zawrel):
"Der junge Regisseur nimmt den Zuschauer mit auf einen verstörenden
inneren Trip. Der mit Herzblut gemachte und verwegen produzierte Film arbeitet
virtuos mit Bild und Ton. Eine entfesselte Kamera zeigt eine Welt, in der die
Grenzen zwischen | |
Normalität und Wahnsinn fließend sind. Der Film ist für
deutsche Verhältnisse einzigartig, weil er mehr Fragen stellt als Antworten
gibt. Zweifellos ein Psychothriller der besonderen Art."
Filmpreis des saarländischen Ministerpräsidenten: DER ÜBERFALL,
Florian Flicker
Begründung der Jury: "Drei Männer in einem
Kammerspiel, in dem sich die Opfer- und Täterrollen allmählich aufheben.
Ein Film über Gewalt, Melancholie und Gerissenheit, bei dem der Cinemascope-Blick
des | |
Regisseurs auf die Enge des Raumes uns eine Ahnung davon gibt, dass
alles viel komplizierter ist, als es auf den ersten Blick erscheint. Der Überfall
in seiner Genauigkeit in Sprache und Ausstattung und mit bestem schwarzen Humor
wird über die Grenzen Österreichs hinaus sein Publikum finden."
Der Förderpreis ging an Iva Švarcová für ALS GROSSVATER
RITA HAYWORTH LIEBTE, mit dem Drehbuchpreis wurde Stefan Jäger für BIRTHDAY
ausgezeichnet. Die Nachwuchsdarstellerpreise erhielten: Jana Thies
(„Stiller Sturm“) und Florian Stetter („L‘amour,
l‘argent, l‘amour“). Den Kurzfilmpreis erhielt Florian Mischa
Böder für ICH MUSS GEHEN. Der Max Ophüls Preis war dotiert
mit 30.000 DM, verbunden mit einer Verleihförderung in Höhe von 30.000
DM. Der Preis des Saarländischen Ministerpräsidenten beinhaltete eine
finanzielle Förderung des Preisträgers mit 10.000 DM, verbunden mit
einer Verleihförderung in Höhe von 10.000 DM. Die geplante Mittelkürzung
von städtischer Seite dokumentiert folgender Artikel aus der Saarbrücker
Zeitung: » Stadt setzt
Rotstift an: Max Ophüls soll bluten .
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