Ein Festival der Jubiläen: Während der Max
Ophüls Preis zum 20. Mal vergeben wurde, feierte die saarländische Landeshauptstadt
ihr 1000-jähriges Bestehen. Eröffnet wurde das Festival durch den neuen
Oberbürgermeister Hajo Hoffmann, der die Nachfolge von Hans-Jürgen Koebnick
angetreten hatte, und Ministerpräsident Reinhard Klimmt, dem Nachfolger von
Oskar Lafontaine. Über 20000 Zuschauer und 600 akkreditierte Fachbesucher
wohnten den Festtagen im Zeichen der blauen Herzen bei. Neben acht Filmen des
» jungen britischen Kinos, neuen »
französischen Filmen und der »
Retrospektive 'Industrielle Welten‘ gab es auch
den neuen Festivaltrailer von Klaus-Peter Weber zu bewundern, der großen
Zuspruch beim Publikum erfuhr. Im darauffolgenden Jahr 2000 war der Trailer gar
beim Finale des „New York Festival“ für den »
"International Television Programming & Promotion
Award" nominiert. Im Wettbewerb um den 20. Max Ophüls Preis konkurrierten
19 Filme (15 D, 2 CH, 2 A).
Max Ophüls Preis: THREE BELOW ZERO, Simon Aeby Begründung der
Jury (Hans Christoph Blumenberg, Felix Eitner, Dr. Veit Heiduschka, Harald Martenstein,
Carola Stern): "Simon Aeby hat als seinen ersten Spielfilm ein intimes psychologisches
Drama auf engstem Raum inszeniert – und gleichzeitig großes Kino.
Perfektes Drehbuch, ausgefeilte Dialoge, hervorragende Schauspieler: Dieser Film
hat die Jury gepackt und nicht mehr losgelassen. Der Schweizer Simon Aeby | |
arbeitet in einer Sprache, die nicht seine Muttersprache ist. Er hat einen
New Yorker Film gemacht, so wie auch Max Ophüls, der Namensgeber dieses Festivals,
Filme in verschiedenen Sprachen gemacht hat."
Filmpreis des saarländischen Ministerpräsidenten: OI! WARNING, Benjamin
und Dominik Reding Begründung der Jury: "Mit ihrem ersten Spielfilm
‚Oi! Warning‘ führen uns Benjamin und Dominik Reding mit expressiver
Wucht in die gewalttätige Subkultur der Skinheads. Der hervorragend fotografierte
Schwarz-Weiß-Film zeigt beschädigte Charaktere zwischen blinder Wut
und bürgerlichen Sehnsüchten, ohne je in billigen Sozial-Voyeurismus
zu verfallen." Der Förderpreis ging an Eoin Moore für PLUS-MINUS
NULL. Die Nachwuchsdarstellerpreise erhielten: Janina Sachau
(„Requiem für eine romantische Frau“) und Xaver Hutter
(„In Heaven“). Den Kurzfilmpreis erhielt Ruth Mader für GFRASTA. Der
Max Ophüls Preis war dotiert mit 30.000 DM, verbunden mit einer Verleihförderung
in Höhe von 30.000 DM. Der Preis des Saarländischen Ministerpräsidenten
beinhaltete eine finanzielle Förderung des Preisträgers mit 10.000 DM,
verbunden mit einer Verleihförderung in Höhe von 10.000 DM.
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