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233 Anmeldungen wurden 20 Wettbewerbsfilme (12 D, 2 CH, 4 A, 2 Lux) ausgewählt.
Kennzeichnend für das Jahr 1993 war die Dominanz Luxemburgs beim Max Ophüls
Preis: Bereits zur Eröffnung gab es den luxemburgischen Film ‚Les sept
péchés capitaux‘. Der ‚Blick über die Grenzen’
wurde dem Filmland Luxemburg mit sieben Lang- und vier Kurzspielfilmen gewidmet
und schließlich kam auch der Festivalgewinner aus dem Großherzogtum. |
Erstmals waren die für den Wettbewerb nominierten Kurzfilme in
guter alter Kinotradition vor den Langfilmen zu sehen und wurden von der Hauptjury
mitbewertet. Ewald Blum zeichnete für die Auswahl der Kurzfilme verantwortlich
und leitete von nun an die Sektion Kurzfilm. Die erfolgreiche Arbeit aller am
Festival Beteiligten resultierte in einer über 10-prozentigen Steigerung
der Zuschauerzahl auf 22675.
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Max Ophüls Preis: HOCHZEITSNACHT, Pol Cruchten
Begründung der
Jury (Gabriele Flossmann, Werner Fuchs, Marcel Gisler, Alfred Holighaus, Dietmar
Klein): "Romeo und Julio kriegen sich – und finden doch nicht zueinander.
Ihre Hochzeitsfeier wird zum Showdown für eine ungleiche Liebe, die an der
Abhängigkeit des Paares für harte Drogen scheitert. Im unterkühlten
Ambiente des Geld- und Steuerparadieses Luxemburg entwirft Pol Cruchten eine dramatische
Kinogeschichte, derem emotionalem Sog man sich ebenso wenig entziehen kann wie
der hinreißenden Leinwandpräsenz der Hauptdarsteller. 'Hochzeitsnacht‘
ist Kino pur – kraftvoll, gefühlsgeladen, 'bigger than life‘
und dabei zum Greifen nah." | | Der Filmpreis des saarländischen Ministerpräsidenten
wurde in diesem Jahr durch eine gesondert berufene Frauenjury (Katrin Farner,
Fiona Meisel, Françoise Poos, Christiane Undritz, Margit Voss) vergeben
an: | |
FRANKIE, JONNIE UND DIE ANDEREN, Hans-Erich Viet
Begründung der Jury:
"Dem Regisseur ist eine genaue Beschreibung des Lebensgefühls junger
Leute gelungen, die ohne jede Effekthascherei auskommt. Mit Liebe und Witz schildert
er die Träume und Sehnsüchte nach Freiheit und Abenteuer fünf junger
Leute, die sich eine Gegenwelt zur Eintönigkeit des provinziellen Alltags
schaffen. Ihr Umgang mit japanischen Riten, Schwertern und schwarzen Kampfanzügen
bringt sie in gefährliche Nähe zu Aggression und Gewalt. Aus dieser
Gratwanderung bezieht der Film seine Spannung." |
| Mit dem Förderpreis wurde Martin Weinhart
für DURST ausgezeichnet. Die Nachwuchsdarstellerpreise erhielten: Anna
Thalbach („Zärtliche Erpresserin“) und Til Schweiger
(„Ebbys Bluff“). Den Kurzfilmpreis erhielt Nikolaus Remy für
RUHESTÖRUNG. Die Dotierung des Max Ophüls Preises wurde erhöht
auf 30.000 DM, verbunden mit einer Verleihförderung in Höhe von 20.000
DM. Der Preis des Saarländischen Ministerpräsidenten beinhaltete eine
finanzielle Förderung des Preisträgers mit 10.000 DM, verbunden mit
einer Verleihförderung in Höhe von 10.000 DM. |