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13. MAX OPHÜLS PREIS 1992

Im zweiten Jahr unter Festivalleiter Martin Rabius gab es 94 Anmeldungen. Der Wettbewerb wurde auf 19 Filme reduziert (davon 14 aus D, 4 CH, 1 A). Der Etat des Festivals belief sich mittlerweile auf 300.000 DM. Erstmalig wurden auch die Kurzfilme, die die Voraussetzungen für den Wettbewerb um den Kurzfilmpreis erfüllen, in vier Sonderprogrammen gezeigt. Und -last but not least- bleibt in der Reihe der Neuerungen zu erwähnen, dass erstmals im neueröffneten „Kino im Filmhaus“ Festivalfilme gezeigt wurden. Albrecht Stuby beschreibt in dieser » Presse-Info die Situation des Festivals im 13. Jahr seines Bestehens.
Die Gerhart-Polt-Premiere "Herr Ober" eröffnete die fünf blauen Tage in Saarbrücken. Mit Roland Klick ehrte das Festival in einer Retrospektive einen der „großen, im eigenen Land unterschätzen Regisseure Deutschlands“ (DIE ZEIT). Zum dritten und letzten Mal wurden in einem weiteren Rahmenprogramm die Preisträger des Partnerfestivals „Entrevues Belfort“ in Saarbrücken gezeigt. In den Genuss dieses facettenreichen Programms kamen insgesamt 20135 Zuschauer.

Max Ophüls Preis: DER ERDNUßMANN, Dietmar Klein

Begründung der Jury (Helmut Berger, Thomas Häberle, Petra Haffner, Pia Horlacher, Jutta Voigt): "In Berlin, wo der Ostler dem Westler aus nächster Nähe entgegentritt: als Lohndrücker, als Konsument, als Objekt der Begierde der Werbebranche - erlaubt sich der Regisseur, die Dinge von der komischen Seite zu sehen. Der Film besticht durch den genauen Blick, der einem überstrapazierten Thema vitalen Witz verleiht: getrennt 'abwickeln', vereint lachen."

Filmpreis des saarländischen Ministerpräsidenten: DIE BLAUE STUNDE, Marcel Gisler

Begründung der Jury (Jürgen Fritze, Ron Holloway, Peter W. Jansen, Marion Kawohl, Herbert Schirmer, Ulrich von Thüna, Heinz Kersten): "DIE BLAUE STUNDE ist die Stunde zwischen Tag und Nacht, die Zeit der Ungewissheit. Marcel Gisler hat in seinem Film DIE BLAUE STUNDE am Beispiel eines Callboys und seiner Wohnungsnachbarin die Schwierigkeit für Mann und Frau dargestellt, in der Einsamkeit der Großstadt ihr Leben zu leben. Sie suchen nach ihrer eigenen Existenz und suchen ihren eigenen Weg. Es bleibt nur eine vage Hoffnung. Gisler tut das ohne jede Spekulation, ohne jede Sentimentalität und mit einer stilistischen Lakonie, die herausragt."


Der Förderpreis ging an Nino Jacusso für SCHÖNE EINLADUNG.
Die Nachwuchsdarstellerpreise erhielten: Maria Schrader („I was on Mars“) und Andreas Herder („Die blaue Stunde“)

Den Kurzfilmpreis erhielt Jürgen Schönhoff für KEINE BESONDEREN VORKOMMNISSE.
Der Max Ophüls Preis war dotiert mit 25.000 DM, verbunden mit einer Verleihförderung in Höhe von 20.000 DM. Der Preis des Saarländischen Ministerpräsidenten beinhaltete eine finanzielle Förderung des Preisträgers mit 10.000 DM, verbunden mit einer Verleihförderung in Höhe von 10.000 DM.


1992a

1992b         Eröffnung des Filmhauses

1992c


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