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5. MAX OPHÜLS PREIS 1984

Aus 72 eingegangenen Anmeldungen wählte erstmals ein Auswahlausschuss (Dr. Michael Beckert, Dr. Alfons Dlugosch und Albrecht Stuby) 28 Wettbewerbsbeiträge aus (18 BRD, 1 DDR, 5 CH, 4 A). Das Stiefel-Kino wurde erstmals als Festivalort einbezogen. Die Besucherzahlen stiegen auf 6.889 an. Neben dem MAX OPHÜLS PREIS und mehreren Förderpreisen wurde auch ein Leserpreis der Saarbrücker Zeitung sowie ein Publikumspreis vergeben.

Um weiterhin das aktuelle Filmschaffen aus der DDR in den MAX OPHÜLS PREIS miteinzubeziehen, gab es im Hintergrund für dieses schwierige Unterfangen auch Unterstützung durch Kontakte auf politischer Ebene, wie dieses Schreiben vom damaligen Oberbürgermeister Lafontaine bezeugt:
» Brief an die Ständige Vertretung der DDR in der BRD (Anfrage Jurymitglied DDR)

Die Jury (Ruth Henry, Corinne Schelbert, Karl Heinz Heymann, Hans Dieter Seidl, Niki List) vergab den Max Ophüls Preis an:

PEPPERMINT FRIEDEN, Marianne S. Rosenbaum
Begründung der Jury: "Der Film zeigt in großer künstlerischer und formaler Qualität die Nachkriegserlebnisse aus der Sicht eines Kindes. ‚Peppermint Frieden' ist nicht nur Ausdruck einer Friedenssehnsucht im weitesten Sinn, sondern auch in künstlerisch konsequent bewältigter Manier ein Sinnbild für kindliche Erlebniskraft."

Förderpreise: Andreas Gruber für DRINNEN UND DRAUSSEN, Wieland Samolak für DER SPRINTER, Bernhard Safarik für HUNDERENNEN und Doris Dörrie für MITTEN INS HERZ.

1984


Im Vorfeld der Planungen für das Festival von 1985 ist es im Saarbücker Stadtrat im Zusammenhang mit der Jurybesetzung zum Eklat gekommen. Der Vorfall wurde damals in einem Artikel der Saarbrücker Zeitung beschrieben:
» Streit um die Ophüls-Jury

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