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25.02. - 03.03. (Do. - Mi.) 16.45, 21.00 Uhr
04. - 10.03. (Do. - Mi.) 16.30 Uhr
FSK ab 12
Auf abenteuerlichen Wegen durch ganz Europa ist der 17-jährige
Iraker Bilal an der Nordküste Frankreichs angekommen. Nur noch
der Ärmelkanal trennt ihn von seiner Freundin Mina. Wie kann
er ohne Boot auf die andere Seite gelangen? Im Schwimmbad trifft
er Simon, der dem jungen Kurden das Kraulen beibringt ...
"Durch die Geschichte eines Flüchtlings wird ein heikles
politisch aktuelles Thema präsentiert. Der Film zeigt, wie
sowohl durch Liebe, als auch durch einen starken Willen geographische,
kulturelle und soziale Grenzen überwunden werden können.
Trotz des Scheiterns der Hauptperson manifestiert sich eine Botschaft
der Hoffnung und ein Aufruf zum Handeln gegen die Ungerechtigkeit
in unserer heutigen Gesellschaft."
Bewegendes Drama über einen jungen kurdischen Flüchtling,
der sich gegen sein Migrantenschicksal auflehnt, um seine Würde
und seine große Liebe kämpft.
"Die illegalen Einwanderer von Calais sind in der Situation
der Juden von 1943". Dieser Interviewsatz von Philippe Lioret
erboste den für Immigration zuständigen französischen
Minister, der dem Regisseur vorwarf, mit dieser Äußerung
eine Grenze überschritten zu haben. Die heutige französische
Polizei mit der des Vichy-Regimes zu vergleichen, sei obszön.
Mit "Welcome" (Prix Lux des Europäischen Parlaments
und Verleihförderpreis bei den Französischen Filmtagen
in Tübingen) legt Lioret den Finger auf die Wunde, macht entwürdigende
Zustände öffentlich und löste eine kontroverse Debatte
aus. Denn nicht nur die Illegalen werden verfolgt - auch Franzosen,
die ihnen helfen, müssen mit Strafen rechnen.
Die Geschichte: Ein 17-jähriger Kurde schafft es vom Irak nach
Europa, bis an den Ärmelkanal. Er möchte seine mit der
Familie nach England emigrierte Freundin wieder finden und eine
Fußballerkarriere starten. Doch er strandet in Calais an der
Nordküste Frankreichs. Unbeirrbar verfolgt er seinen Plan,
die meist befahrene Schifffahrtsstraße der Welt schwimmend
zu durchqueren. Im örtlichen Hallenbad freundet er sich mit
dem Schwimmlehrer an, der ihn trainiert und ihm und seinem Freund
Unterschlupf bietet. Er tut es nicht aus reinem Altruismus, sondern
auch um seine Ex-Frau zurück zu gewinnen.
Lioret arbeitete mit zahlreichen Laien schnell und ohne Proben und
lässt die Kamera sie diskret beobachten. Trotz höherer
Kosten als in Rumänien oder Tschechien wollten Produzent Christophe
Rossignon und Lioret on location drehen auf den Straßen in
Calais, am riesigen Kanalhafen und am Strand, um durch die authentische
Umgebung dem Film eine ganz besondere Wahrheit zu verschaffen. Es
stehen weniger die politischen, sozialen oder kulturellen Hintergründe
der Flucht im Fokus, auch wenn sich der Blick auf die gleichgültige
oft feindliche Haltung in der Bevölkerung bis hin zur Denunziation
richtet. Lioret geht es vor allem um das individuelle Schicksal
zweier Männer und ihre ungeordneten Gefühle - Vincent
Lindon, der einsame und enttäuschte Ältere, Firat Ayverdi
der hoffnungsvolle und tatkräftige Jüngere. Keine Larmoyanz,
sondern Wut über eine repressive Politik, aber auch tiefe Emotionen
bestimmen den leisen und aufrichtigen Ton des an in seiner Radikalität
an Ken Loach erinnernden vielschichtigen Dramas, das gleichzeitig
auch ein berührender Liebesfilm ohne Happy End ist. mk.
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