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VERSAILLES Pierre Schoeller

FRA 2008, 113 Min, OmU, FSK ab 6

D: Guillaume Depardieu, Max Baissette de Malglaive, Judith Chemla, Aure Atika, Patrick Descamps

26.8. - 30.8. (Do - Mo) 19.00 Uhr
1.9. (Mi) 19.00 Uhr
2.9. - 8.9. (Do - Mi) 19.30 Uhr
9.9. - 13.9. (Do - Mo) 18.00 Uhr

Majestätisch erhebt sich das Schloss von Versailles inmitten gepflegter Gärten. Doch die weltberühmte Barockanlage grenzt an dichte Wälder. Und in denen leben Menschen, die sich freiwillig oder unfreiwillig hierhin zurückgezogen haben. So auch der noch junge Damien (Guillaume Dépardieu), der mitten im Wald in einer Einsiedlerhütte haust. Eines Tages taucht hier die obdachlose Nina mit ihrem fünfjährigen Sohn Enzo auf. Sie freundet sich mit Damien an, verbringt eine Nacht mit ihm, nur um am nächsten Morgen heimlich zu verschwinden und das Kind bei Damien zurückzulassen. Zwischen dem Mann und dem kleinen Jungen entwickelt sich eine spröde Zuneigung, in der beide Vertrauen und Geborgenheit finden.

Regisseur Pierre Schoeller ist mit seinem Debütfilm VERSAILLES ein packendes und berührendes menschliches Drama gelungen. Guillaume Dépardieu, der im Oktober 2008 tragisch ums Leben gekommene Sohn von Superstar Gerard Dépardieu, verkörpert in einer seiner letzten Rollen grandios den ruppigen Einzelgänger Damien, der sich als Ersatzvater öffnen muss. Und der kleine Max Baissette als Enzo ist eine echte Entdeckung. Einmal rennt er in Panik vom Wald direkt in den Palast, in dem Diener im Rokoko-Kostüm Touristen unterhalten. Ein starkes Bild für Zeiten, denen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit abhanden gekommen zu sein scheinen. (Kairos Film)
"Guillaume Depardieu ist in einer seiner letzten Rollen als Anarchist mit unverbrüchlichem Glauben an die gesellschaftliche Ordnung das moralische Zentrum des Films. "Ohne Mut", sagt er, "ist man nichts". (tip Berlin)