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NOR 2008, 121 Min
FSK ab 12
Pål Sverre Valheim Hagen, Ellen Dorrit Petersen, Trine Dyrholm
15. - 21.04. (Do - Mi) 16.45 Uhr
22.04. (Do) 17.30 Uhr
24. - 28.04. (Sa - Mi) 17.30 Uhr
Als Teenager soll Thomas den Tod eines kleinen Jungen verschuldet
haben. Nun, acht Jahre später, verlässt er das Gefängnis
als freier Mann. In einer Kirche findet Thomas Arbeit als Orgelspieler.
Dort kann er sich voll und ganz der Musik hingeben, ohne sich vor
seinem Publikum oder der Gemeinde für sein bisheriges Leben
rechtfertigen zu müssen.
Und doch ist die Angst, von seiner Vergangenheit eingeholt zu werden,
immer präsent. Auch in den zarten, fast schüchternen Begegnungen
mit der Pastorin Anna. In der Beziehung mit ihr und ihrem kleinen
Sohn beginnt Thomas langsam auch eine Chance zu sehen, mit seiner
Vergangenheit abzuschließen und ein neues Leben zu beginnen.
Da verschwindet plötzlich Annas Sohn und es stellt sich heraus,
dass jemand Thomas genau beobachtet hat... (Looknow.ch)
Jan (Pal Sverre Valheim Hagen) wird nach acht Jahren endlich aus
dem Jugendgefängnis entlassen. Während seiner Haft hatte
er reichlich Zeit, sich in der Gefängniskapelle zum Kirchenorgel-Virtuosen
zu entwickeln. Aus vereinzelten Flashbacks erahnt man, dass er als
Teenager bei einer Kindsentführung beteiligt war, bei der ein
Junge starb. Jan "tauft" sich nun um und nimmt seinen
zweiten Vornamen Thomas an. Damit will er neu ins Leben einsteigen.
Er kriegt prompt einen Job als Kirchenorganist, vielleicht gerade,
weil er den Mut hat, moderne Stücke wie Simon & Garfunkels
"Bridge over Troubled Water" auf der Kirchenorgel zu performen.
Doch die dunkle Vergangenheit holt ihn langsam ein, denn zufälligerweise
wohnen die Eltern des verstorbenen Jungen in der Nähe. Er muss
sich mit seiner Tat nochmals auseinandersetzen, wenn er wirklich
in die Gesellschaft zurückfinden will. Eine mehr als freundschaftliche
Beziehung mit Anna (Ellen Dorrit Petersen), der hübschen Pfarrerin
und alleinerziehenden Mutter eines Jungen (dem toten Jungen aus
dem Gesicht geschnitten!), kompliziert nur noch alles...
Von Michael Moore als "best movie I have seen in years"
geehrt, bei Filmfestivals vielfach ausgezeichnet und von den Filmkritikern
begeistert aufgenommen, ist dieses norwegische Drama tatsächlich
ungewöhnlich beeindruckend und aufwühlend. Mit einem fantastischen
Hauptdarsteller, exzellenter Dramaturgie und der schwer zu beantwortenden
Frage nach Schuld und Sühne, spielt hierbei vor allem die Orgelmusik
eine große Rolle und ist Transporteur großer Emotionen.
Acht Jahre ist es her, dass Jan (Pål Sverre Valheim Hagen)
für die vermeintliche Schuld am Tod eines kleinen Jungen zu
einer Haftstrafe verurteilt wurde. Nun kommt er aus dem Knast frei
und fängt unter seinem Zweitnamen Thomas ein neues Leben an.
Dazu gehört auch eine Anstellung als Organist in einer Kirche
Oslos, und er genießt seine neue Freiheit, auch wenn er völlig
zurückgezogen lebt und kaum Außenkontakte hat. Lediglich
zur Pastorin Anna (Ellen Dorrit Petersen) bahnt sich eine zarte
Freundschaft, sogar Liebe an. Die wird allerdings bald getrübt,
nachdem Agnes (Trine Dyrholm), die Mutter des damals ums Leben gekommenen
Jungen, Thomas alias Jan in der Kirche sieht. Für sie werden
alte Wunden aufgerissen, bekommen ihre Albträume neue Nahrung
und unbeantwortete Fragen drängen sich ihr erneut auf. So stellt
sie Thomas nach, vor allem, wenn er mit dem Sohn von Anna unterwegs
ist, der frappante Ähnlichkeit mit ihrem eigenen Kind hat.
Während Thomas alles versucht, seine Vergangenheit zu verheimlichen,
setzt Agnes alles daran, ihm die Rückkehr in ein sogenanntes
normales Leben zu verhindern. In ihrer Verzweiflung entführt
sie sogar den Sohn Annas, und nun ist es Thomas, der in die Rolle
des Opfers gerät. Es kommt zu einem Wettlauf um Leben und Tod
...
Jan Thomas, der in der Vergangenheit aufgrund eines verheerenden
Fehlers für den Tod eines kleinen Jungen verantwortlich ist,
hat seine Schuld in einer mehrjährigen Haftstrafe abgegolten.
Aber in seinem Inneren ist dieses Trauma immer noch vorhanden und
nicht aufgearbeitet. Dies zeigt sich immer wieder in seinem wilden
und ungestümen Orgelspiel, das er dazu nutzt, um den Dämonen
der Vergangenheit Einhalt zu gebieten. Die Verweigerung der intellektuellen
Aufarbeitung findet somit ein archaisches Äquivalent, das nicht
nur den Zuschauer tief beeindruckt, sondern auch die beiden weiblichen
Hauptdarsteller. Die Pastorin Anna beobachtet eine Kirchgängerin,
die bei Thomas' Orgelspiel in Tränen ausbricht. Was sie - und
der Zuschauer - zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß ist, dass
es sich bei der Kirchgängerin um Agnes handelt, somit ihr emotionaler
Ausbruch ganz anderer Natur ist. Geschickt verknüpft Erik Poppe
immer wieder Vergangenheit und Gegenwart im Film, lässt die
verschiedenen Ebenen ineinander gleiten und schildert dadurch die
unterschiedlichen, sehr konträren Sichtweisen der Protagonisten,
wodurch dem Zuschauer ein komplexes Bild vermittelt wird, so dass
die Frage nach Schuld und Sühne nicht zweifelsfrei beantwortet
werden kann. (Kino-zeit.de)
"Dies ist der absolut beste Film den ich seit Jahren gesehen
habe!" (Michael Moore)
Schaut tief in die Seelen der Protagonisten hinein und trifft das
Publikum mit einer solchen Wucht, dass man schon jetzt von einem
der großartigsten Dramen der vergangenen Jahre sprechen muss
- ein absolutes Highlight des skandinavischen Kinos! (Programmkino.de)
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