12.-18.4. (Do.-Mi.)
21.30 Uhr 17.4. (Di.) auch 17.30 Uhr
FSK ab 16
Das etwa 16-jährige
Mädchen Terry (Julianne Michelle) unterhält sich mit einem älteren,
netten Herrn. Es ist ihr Vorstellungsgespräch bei einer Versicherungsfirma.
Aufgrund mangelnder Qualifikationen kann er sie nicht einstellen, woraufhin sie
zitternd, stotternd, schwitzend versucht, ihn umzustimmen: "Ich kann auch
sehr gut - b1asen." Holger Ernsts Episoden-Drama "The House is Burning"
zeigt Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit, Verzweiflung, Sex und Gewalt unter amerikanischen
Jugendlichen. Der Fokus liegt dabei eindeutig auf der Gewalt: zwischen Mann und
Frau, zwischen Vater und Sohn, zwischen Geschwistern, gegen Fremde und gegen sich
selbst. Mike Miller (Joe Petrilla) bleiben noch 24 Stunden, bevor er aus der
Stadt muss, um zur Army zu gehen. In dieser Zeit verlässt ihn seine Freundin,
weil sie mit seinem besten Freund Phil (Robin Taylor) geschlafen hat, der noch
in derselben Nacht zum Mörder wird. Währenddessen wird die drogensüchtige
Terry ins Krankenhaus gebracht, weil sie ihrem "verkackten Leben" mit
Tabletten und Alkohol ein Ende setzen wollte. Und das ist noch nicht alles. In
rauen Bildern und mit Hilfe derber Gossensprache erzählt Holger Ernst den
Alltag einer Gruppe von "White Trash"-Kids zwischen Drogen, Ablehnung
und Ausweglosigkeit - immer benachteiligt vom löchrigen US-Sozialsystem.
Das Spielfilm-Debüt des deutschen Regisseurs, der für seinen Kurzfilm
"Rain Is Falling" (2004) viel Lob und den renommierten Max-Ophüls-Preis
des Filmfestivals Saarbrücken erntete, führt im Stile des klassischen
Episodendramas am Ende alle Einzelschicksale zusammen. Auf Mikes Abschiedsparty
kommt es so zu explosiven Katastrophen. Die jungen, ausgebildeten Schauspieler
sind allesamt "unverbrauchte" Gesichter, die sich hier überzeugend
durch die Trostlosigkeit der amerikanischen Unterschicht quälen. (Abendzeitung,
München)
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