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USA 1999, 106 Min, engl. OF
FSK ab 16
D: Johnny Depp, Christina Ricci
9.5. (Mi) 20.00 Uhr
1799: Ichabod Crane (Johnny Depp), seines Zeichens Konstabler aus
New York, wird ins unheimliche Dörfchen Sleepy Hollow entsandt
um dort eine Reihe von Morden aufzuklären. Mit Enthusiasmus
und erfinderischen Ideen ausgestattet tritt er mutig die Reise an
und sieht sich bald mit enthaupteten Leichen konfrontiert. Die Dorfbewohner
glauben, dass der mysteriöse und teuflisch bösartige "hessische
Reiter" als Geist durch die Nacht reitet und sich wahllos seine
Opfer sucht. Mit der Hilfe der jungen Adelstochter Katrina Van Tassle
(Christina Ricci) und dem jungen Sohn eines der Opfer entdeckt Crane
jedoch, dass der legendäre kopflose Reiter systematisch vorgeht
und keineswegs auf sinnloses Töten aus ist ...
Köpfe rollen - und so manchem werden die Augen übergehen.
Einmal mehr stellt Tim "Batman" Burton mit seinem opulenten
Horrormärchen SLEEPY HOLLOW faszinierend unter Beweis, dass
er einer der visuell virtuosesten Regisseure ist. Inspiriert von
der klassischen Kurzgeschichte "The Legend of Sleepy Hollow"
von Washington Irving, erzählt Burton seine innovative Version
der haarsträubenden Schauermär des kopflosen Reiters,
der seinen Opfern die Köpfe abtrennt. Im Zentrum des anno 1799
angesiedelten Fantasyreigens drehen sich die talentierten Protagonisten
Johnny Depp und Christina Ricci im morbiden Murder-Mystery-Menuett,
das sich auf aufregende Weise vor den Horrorklassikern des Hauses
Hammer verbeugt. (
) Den passend dunklen Score liefert Burtons
Langzeit-Komponist Danny Elfman, der in dieser düsteren Reise
ins Übernatürliche ganz in seinem Moll-Element ist. (Blickpunkt:Film)
Tim Burton gelingt es in atemberaubender Manier und bombastischen
Bildern, verschiedene Horrorfilmstile zu einem Gesamtwerk zusammenzufassen.
Neben klassischen Schreck- und Ekelmomenten vereint SLEEPY HOLLOW
in erster Linie die Romantik eines Francis Ford Coppola mit nebligem
Gothic-Horror der Hammer-Ära. Jenem legendären englischen
Filmstudio zollt Burton neben optischen Elementen aber auch durch
die Besetzung des berühmtesten Dracula-Darstellers Christopher
Lee und Michael Gough liebevoll Tribut.
Nach Edward Scissorhands und Ed Wood überzeugt Johnny Depp
unter der Regie Burtons erneut mit einer superben Darsteller-Leistung.
Aber auch dank der perfekten Tricktechnik und Tim Burtons unvergleichbarer
Ironie, die den gesamten Film durchzieht, gelingt ihm einer der
spektakulärsten Filme der letzten Jahre. Wo andere nur grimmig
mit den Augen rollen, da purzeln bei Burton gleich die ganzen Köpfe.
(Schnitt)
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