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PORNOGRAPHY - EIN TRILLER David Kittredge

D: Matthew Montgomery, Matt Stevens, Jared Gray, Dylan Vox, Walter Delmar
USA 2009, 115 Min, OmU

8. - 14.7. (Do - Mi) 19.15, 21.30 Uhr

PORNOGRAPHY - EIN THRILLER spielt in der Welt der schwulen Sexfilmindustrie Amerikas. Ein Pornostar verschwindet spurlos. Ein Journalist und ein Pornoregisseur sind besessen davon, das Rätsel seines Verschwindens aufzuklären.

New York 1995. Der schwule Pornostar Mark Anton (Jared Grey) verschwindet auf dem Höhepunkt seiner Karriere spurlos. Er hat genug von der Pornoindustrie und wirft von einem Tag auf den anderen das Handtuch. Allerdings nicht, ohne vorher noch einmal für viel Geld einen ganz speziellen Kunden mit sehr ausgefallenen Wünschen zu treffen. Dies ist sein letzter Job als Model. Danach ist Mark wie vom Erdboden verschluckt.
Jahre später recherchiert der Journalist Michael Castigan (Matthew Montgomery) ein Snuff-Video und beginnt, einzelne Puzzleteile des mysteriösen und nie geklärten Falls zusammenzusetzen. Gerade mit seinem Partner in ein neues Loft eingezogen, weisen immer mehr Spuren auf sein eigenes Umfeld hin. Völlig besessen von seiner Suche, verstrickt er sich in ein immer enger und bedrohlicher werdendes Netz aus bösen Ahnungen und Spekulationen, die unmittelbar mit seinem eigenen Leben verknüpft scheinen.
Unabhängig von Michael wird auch der aufstrebende Pornostar Matt Stevens (Pete Scherer) auf merkwürdige Weise in den Fall Mark Anton hinein gezogen: Er möchte dessen Lebensgeschichte verfilmen. Doch je weiter er in den Stoff vordringt, desto mehr wird er von Albträumen geplagt. Realität und Traum verwischen. Michael sieht und durchlebt Ereignisse aus dem Leben Mark Antons. Es gibt eine unheimliche Verbindung zwischen dem Leben der beiden Männer.
David Kittredge bringt durch die drei aufeinander bezogenen Figuren ein klaustrophobisches Geflecht aus Angst, Bedrohung und Besessenheit auf die Leinwand. Die Ereignisse scheinen logisch und die Schicksale ausweglos und doch werden sie durch Widersprüche gebrochen und hinterfragt. (Bildkraft.biz)
Regisseur David Kittredge verdichtet die gefährliche Recherche des Journalisten Michael Castigan zusätzlich, indem er sich durch spezielle Farbgebung und Objektivwahl surrealistischer und traumartiger Elemente bedient. Auch für die Figur wird die Realität zusehends zum Alptraum, je weiter sie sich in den Fall verstrickt. Gleichzeitig wird mit der Wahrnehmung der Pornografie selbst gespielt. Durch ihre Wirklichkeitsflucht mit Hilfe des Pornofilms verlieren die Figuren die Verbindung zur realen Welt. Am Ende wird sogar die Wirklichkeit der Ausgangsgeschichte in Frage gestellt. (kino.de)