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PARKOUR Marc Rensing

D: Christoph Letkowski, Ophüls Gewinnerin Nora von Waldstätten, Marlon Kittel, Arved Birnbaum, Constantin von Jascheroff, Georg Friedrich
Deutschland 2009, Farbe, 100 Min., FSK ab 12
FBW "besonders wertvoll"

11. - 16.03. (Do. - Di.) 20.30 Uhr
18. - 24.03. (Do. - Mi.) 17.15 Uhr



Mauern, Häuser, Straßenschluchten: Für Richie und seine besten Kumpels Nonne und Paule existieren keine Hindernisse. Die drei laufen Parkour - immer auf dem direktesten Weg, komme was wolle. Noch mehr als diesen Extremsport liebt Richie seine hübsche Freundin Hannah, die gerade ihr Abitur macht und danach studieren will. Richies latente Eifersucht führt jedoch immer wieder zu Konflikten mit Hannah und seinen Freunden. Da Richie unfähig ist, sich diese Schwäche einzugestehen, rutscht er immer tiefer in einen wahnhaften Strudel aus Missgunst, Versagensängsten und Kontroversen.

Marc Rensings kraftvoll und rasant erzähltes Spielfilmdebüt wurde 2009 auf dem Filmfest in Hof mit dem Eastman Förderpreis sowie in Baden-Baden mit dem MFG Star der Filmförderung Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden verlieh PARKOUR zudem das Prädikat "besonders wertvoll". Ende Januar 2010 wird der Film während der 45. Solothurner Filmtage seine Schweizer Uraufführung erleben und außerdem während der Berlinale 2010 in der Reihe German Cinema zu sehen sein. (Verleihinfo)
PARKOUR entwickelte sich 2005 aus einer wahren Geschichte, in der der Anführer einer Jugendclique von seinen besten Freunden auf offener Strasse hingerichtet wurde. Später kam heraus, dass dieser Anführer unter einer schweren Psychose litt und in den Jahren zuvor seine Freunde massiv bedroht und unter Druck gesetzt hatte. Dieser Mechanismus erschien mir anfangs sehr spannend und erzählenswert und war der Auslöser für PARKOUR. Dennoch hat sich die Geschichte dann aus verschiedenen Gründen in eine etwas andere Richtung entwickelt, die aber für mich ebenfalls sehr interessante Wendungen besitzt.
Wie bist Du auf die Idee gekommen, ausgerechnet Parkour als Sportart in den Film mit einzubauen?
Die erste Idee war, einen Film über die Freundschaft zwischen drei jungen Männern zu machen, die auf eine harte Probe gestellt wird. Um diese Freundschaft glaubhaft zu machen, war recht schnell klar, dass es ein gemeinsames Interesse eine Leidenschaft, eine Passion geben muss, die die Freunde zusammenschweißt. So stieß ich bereits in einer recht frühen Phase der Buchentwicklung auf Parkour und mir war schlagartig klar, dass diese phantastische Sportart sich für meine Geschichte wunderbar eignet, auch speziell deshalb, weil es beim Parkourlaufen immer darum geht, eigene Grenzen und scheinbar unüberwindbare Barrieren zu überwinden, sowohl äußerlich als auch im Geiste. (Regisseur Marc Rensing)
"Ein Film von bewunderungswürdiger Energie und eine hochspannende Beobachtung psychologischer Vorgänge, gegenläufig zur äußeren Handlung. Ein Psychodrama ohne billige Thrillereffekte." (Michael Verhoeven in seiner Begründung zur Verleihung des MFG-Stars an PARKOUR)
"Ein toller, publikumswirksamer Film." (Heinz Badewitz, Festivalleiter Hofer Filmtage & Programmleiter der Berlinale-Reihe German Cinema)
"PARKOUR strahlt aus, was den meisten deutschen Filmen abgeht: pure kinetische Energie." (Die Welt)
"Marc Rensings Debüt beginnt rasant wie ein Extremsport-Drama: mit einem durch physische Artistik, rabiate Schnitte, sprunghafte Blickwechsel aufregend choreografierten Hindernislauf. Auf die natürliche Eleganz solcher Dynamik setzt die Inszenierung - und aufs Gegenteil: Auf die auf den scheiternden Versuch, im Lebensplan vorwärts zu kommen. Aus dieser Unvereinbarkeit bezieht der Film seinen Rhythmus." (frankenpost.de)
"Dass es die Geschichtenerzähler im deutschen Kino doch noch gibt, bewiesen der mit dem "Eastman-Förderpreis" ausgezeichnete Marc Rensing mit "Parkour" .(...) Rensing bringt das Treiben der drei Parkour-Extremsportler nahezu physisch erfahrbar auf die Leinwand und erzählt so ganz nebenbei auch noch ein emotional packendes Eifersuchtsdrama mit ironisch-fantastischen Brechungen." (Kölnische Rundschau)