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NEW YORK MEMORIES
Rosa von Praunheim

Mit Anna Steegmann, Roman Pitio, Claudia Steinberg, Barbara Epler, Marie Pohl, Lucie Pohl, Jeff Preiss, Isaac Preiss, Rebecca Quaytman, Eva Love
DEU 2009, 92 Min, FSK ab 12

15. - 21.7. (Do - Mi) 19.00 und 21.00 Uhr

Rosa von Praunheims Erinnerungen an vierzig Jahre New York, der für ihn aufregendsten Stadt der Welt. Er berichtet von der schrillen Warhol-Zeit der 70er, vom Kampf gegen Aids in den 80ern, den hoffnungsvollen 90ern bis zum Schock des 11. September, der Wirtschaftskrise und neuen Träumen durch Barack Obama.
Er trifft Anna und Claudia, die Stars seines Kinohits ÜBERLEBEN IN NEW YORK, ist fasziniert von den jungen, hübschen Schwestern Lucie und Marie Pohl und von Isaac, der schon mit zwölf Jahren aller Welt verkündete, dass er kein Mädchen, sondern ein Junge sei. Es kommt zu Begegnungen mit schrillen und berühmten Persönlichkeiten wie Judith Malina und Klaus Pohl.
Eigentlich hätte der Aktivist der Schwulenbewegung mit seiner jüngsten Arbeit ebenfalls einen Beitrag zu dem Motto "New York, I love you" leisten können. Denn der Film ist eine leise, mit leichtem Understatement daherkommende, aber sehr persönliche Hommage an die aus seiner Sicht aufregendste Stadt der Welt. Wie immer bei heftigen Liebesbeziehungen spielen dabei auch Enttäuschung, Trauer und ein Stück Wut eine Rolle.
Rosa von Praunheim klärt uns gleich zu Beginn darüber auf, warum er die Geliebte zehn Jahre lang verschmähte. Sie sei nicht mehr dieselbe wie damals, als er so wild auf sie war. Sexklubs seien geschlossen, Künstler vertrieben worden. Bürgermeister Rudolph Giuliani (bis Ende 2001) habe die Stadt gesäubert und langweilig gemacht.
Trotzdem gibt der Regisseur der einstigen Flamme im Jahr 2009 eine neue Chance. Da ist Rosa von Praunheim gerade frisch verliebt in den jungen Oliver, der noch nie in New York war. Sie verbinden das Angenehme mit dem Nützlichen und starten ein Filmprojekt, das gerade wegen seiner Beiläufigkeit und Alltäglichkeit so überzeugend gelingt. Rosa macht gemeinsam mit Oliver (der für den Ton zuständig ist) das, was man eben so tut, wenn man lange weg war. Er besucht frühere Freundinnen und Freunde, fragt, wie es geht, ob sie noch mit dem früheren Partner zusammen sind und im selben Job arbeiten. Daraus entsteht ein Mosaik dessen, was die Faszination New Yorks ausmacht, weit über die Zufälle des individuellen Lebens hinaus. (kino-zeit.de)