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D: Lola Dueñas, Pablo Pineda, Joachín Perles, Teresa
Arbolí, Pepe Quero
ESP 2009, 103 Min, dt. Fassung, FSK ab 6
5. - 11.8. (Do - Mi) 17.45, 21.00 Uhr
12. - 18.8. (Do - Mi) 21.00 Uhr
15. - 18. (So - Mi) auch 18.00 Uhr
19. - 25.8. (Do - Mi) 17.30 Uhr
19. - 30.8. + 1.9. (Do - Mo + Mi) 17.30 Uhr
2. - 8.9. (Do - Mi) 17.30 Uhr
Großes spanisches Gefühlskino abseits von Pedro Almodóvar
und Alejandro Amenábar? Gibt es! ME TOO ist die Liebesgeschichte
zwischen einem hochbegabten Mann mit Down Syndrom und einer "normalen"
Frau, die sich ihm nach anfänglichem Zögern offenbart.
Beim Filmfestival in San Sebastián wurden Lola Dueñas
und Pablo Pineda als "Beste Hauptdarsteller" ausgezeichnet.
"Mongoloid" werden sie immer noch im Volksmund genannt,
und meist erwartet man, dass sie nicht einmal die Grundschule, geschweige
denn das Abitur oder ein Studium schaffen werden. Ein Vorurteil,
das den Betroffenen von Trisomie-21 oder Down-Syndrom mindestens
soviel zu schaffen macht wie die Genmutation selber. Denn viele
Down-Betroffene haben zwar einen niedrigen IQ, andere jedoch ganz
und gar nicht - werden aber trotzdem so behandelt. Pablo hatte das
Glück, eine gebildete Mutter zu haben, die ihn unterstützte,
sowie einen Pädagogen der Universität Malaga, der auf
den aufgeweckten Jungen aufmerksam wurde.
"Schlimm wurde es erst, als wir Teenager waren", sagte
Pineda im Gespräch mit dem FOCUS 2004. In dem Alter, in dem
Coolsein alles bedeutet, war es absolut uncool, mit ihm befreundet
zu sein - vor allem als Mädchen. "Manchen war es sogar
peinlich, mit mir gesehen zu werden."
Aus dieser Erfahrung und dem Bedürfnis, wie jeder andere Mensch
geliebt zu werden und sich zu verlieben, erwuchs die Geschichte
zu YO TAMBIÉN. Die Regisseure Antonio Naharro und Álvaro
Pastor lernten Pablo Pineda in Malaga kennen, wo er für das
Lehramt studierte, und erkannten bald die Sprengkraft seiner Geschichte:
"Vor allem seine offensichtliche Einsamkeit hat uns berührt.
Er stand auf einer Brücke, im Niemandsland zwischen zwei Welten,
zwischen seiner 'Behinderung' und der so genannten 'Normalität'.
So entstand die Figur des Daniel, dem Alter Ego Pablo Pinedas."
(Filmfest München)
"ME TOO" ist eine Wohlfühl-Liebesgeschichte mit
dem gewissen Kniff. Es geht nämlich um Daniel, den ersten Down-Syndrom-Behinderten
mit akademischem Diplom im Europa - gespielt von Pablo Pineda, der
tatsächlich als erster Mensch mit Down-Syndrom ein Diplom erhalten
hat. Daniel beginnt zu arbeiten in der Ministrialabteilung für
Menschen mit Behinderung, und mit schönen kleinen Details beschreiben
Pastor und Naharro, wie Daniel von anderen behandelt wird: betulich,
von oben herab, überfürsorglich, sorgsam darauf bedacht,
ihn, den Behinderten, einerseits nicht zu überfordern, ihn
andererseits gleich zu behandeln; im Grunde wird er mit kleinen
Gesten, mit gewählten Worten genau dadurch diskriminiert, dass
er krampfhaft nicht diskriminiert wird. (Screenshot)
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