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MARCELLO, MARCELLO Denis Rabaglia

D: Francesco Mistichelli, Elena Cucci, Alfio Alessi, Luigi Petrazzuolo, Luca Sepe
CHE/DEU/ITA 2008, 97 Min
FSK ab 0

1. - 5.7. (Do - Mo) 19.00, 21.00 Uhr
6.7. (Di) 17.30 Uhr
7.7. (Mi) 19.00, 21.00 Uhr
8. - 13.7. (Do - Di) 18.45 Uhr

Italien, 1956. Auf der malerischen Insel Amatrello hält ein alter Brauch die jungen Männer auf Trab: Um sich ein Date zu sichern, sollen die Burschen am achtzehnten Geburtstag jedes Mädchens Geschenke präsentieren … und zwar nicht dem Geburtstagskind, sondern dessen Vater. Dieser allein entscheidet, wer die Tochter zum ersten Rendezvous ausführen darf.

Der achtzehnjährige Marcello, Sohn eines Fischers, hält von dieser Tradition wenig bis gar nichts - bis er zum ersten Mal die zauberhafte Elena erblickt. Die Tochter des Bürgermeisters ist soeben nach langjähriger Abwesenheit auf die Insel zurückgekehrt und soll nun auch traditionsgemäß verkuppelt werden. Während bereits wertvolle Zeit verrinnt und die Konkurrenz um Elena wächst, hat Marcello endlich die perfekte Geschenkidee. Aber an das Geschenk zu kommen, ist gar nicht so einfach. Schon bald sieht er sich in Tauschgeschäfte mit dem ganzen Dorf verwickelt, denn jeder will etwas, was der andere hat. Marcellos Mission wächst zu einer Art Versöhnungsprozess unter den gesamten Dorfbewohnern heran. (film.de)

Mit vielen Anspielungen auf italienische Komödien der fünfziger und sechziger Jahre malt der Schweizer Regisseur Denis Rabaglia (AZURRO) ein märchenhaftes Italien der fünfziger Jahre. Fernab von den Wirren der Nachkriegszeit und dem Aufkommen der Mafia, wählt er eine Insel, die daherkommt wie aus dem Urlaubsprospekt, mit azurblauem Himmel und schaukelnden Fischerbooten auf smaragdgrünem Meer. Vor diesem märchenhaften Hintergrund erzählt er seine kleine romantische Komödie, die nicht nur von der Liebesarbeit Marcellos erzählt, sondern auch zeigt, dass nahezu alle in dem kleinen Dorf, wo jeder jeden kennt, sich etwas wünschen, das ihnen von anderen streitig gemacht wird.
So wird Marcellos Tausch-Staffel zu einem ausgleichenden Moment, das die Bewohner mit ihren geheimen Wünschen konfrontiert und Lösungen offenbart, die man auch hätte finden können, wenn man über die Probleme geredet hätte. So gelingt Rabaglia eine traumhafte Parabel auf allzu menschliche Gefühle wie Liebe und Glück aber auch auf Eifersucht und Gewinnsucht. (filmkunstkinos.de)

"Schön turbulente Romanze - wirkt wie ein Kurzurlaub" (HörZu)
"Ein harmonisch komponiertes kleines Filmjuwel mit verführerischem Italien-Flair" (kino-zeit.de)