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DAS ORCHESTER VON PIAZZA VITTORIO
(L'orchestra di Piazza Vittorio)

Agostino Ferrente

ITA 2006, 93 Min, OmU
FSK ab 6
Mit: Orchesterleiter Mario Tronco und Musikern aus elf Ländern.

01. - 07.04. (Do - Mi) 19.00 Uhr
08. - 14.04. (Do - Mi) 16.30 Uhr

Der Film erzählt die ungewöhnliche Entstehungsgeschichte des mittlerweile international berühmten "Orchester von Piazza Vittorio". Im römischen Stadtteil Piazza Vittorio, dem größten multi-ethnischen Viertel der italienischen Hauptstadt, treffen Lebensgeschichten von Menschen aus aller Welt aufeinander. Aus einer Bürgerinitiative gegen die Schließung eines populären Kinos entstand der Gedanke, ein multikulturelles Orchester zu gründen. Jeder der 16 Musiker aus 11 Ländern, einige von Abschiebung bedroht, bringt hier neben seinem persönlichen Background auch Lieder und Instrumente aus seiner Heimat in das Orchester mit ein, so dass eine aufregende Fusion musikalischer Stile, Melodien und Stimmen aus aller Welt entstanden ist. In fünf Jahren hat das Orchester unter seinem rührigen Leiter Mario Tronco so Menschen zusammengebracht, die sich auf der Straße kennengelernt haben und gemeinsam den Traum realisieren, eine neue Art von Musik zu machen und solidarisch zu leben.
Der Film erzählt eine exemplarische Geschichte, die sich über fünf Jahre erstreckte. Sie begann mit einer Initiative, die gegen die Schließung des historischen Kinos Apollo gestartet wurde. Daraus ist der Verein "Apollo 11" entstanden, der sich als Ziel die Gründung eines Orchesters setzte, zu dem Inder und Kubaner, Afrikaner und Südamerikaner, Araber, Sinti und Romas aber auch Italiener, Nordamerikaner und viele Europäer gehören sollten. Ohne Hindernisse und Widersprüche eines solchen Unternehmens zu verheimlichen, zeigt der Film, dass trotz der unsicheren Zukunft das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Nationalität durchaus möglich ist. (Paolo D'Agostini, la Repubblica)

Wenn Musik Menschen verbindet, dann mit diesem Film!
Regisseur Agostino Ferrente zeigt in seinem Film die Entstehungsgeschichte des gleichnamigen Orchesters in jenem Viertel Roms, das über 60 Ethnien beherbergt. Getrieben von dem Traum, sein Viertel kulturell zu beleben und der kaum verhohlenen Fremdenfeindlichkeit etwas entgegenzusetzen, macht sich Dirigent Tronco daran, Migranten mit verschiedenstem kulturellen und musikalischen Hintergrund zu einem funktionierenden Orchester zusammenzuführen. Der Weg dahin ist oft erwartungsgemäß mühselig ...
Agostino Ferrente ist ein turbulentes und überaus dynamisches Videotagebuch gelungen, das alle Beteiligten in einem mitreißenden musikalischen Finale vereint. (Internationale Filmtage der Menschenrechte)

"Hier kommt eine Antwort auf die Frage, die schon Federico Fellini 1979 mit seinem Film 'Prova d'orchestra' stellte: wie entsteht aus dem Zusammenkommen vieler unterschiedlicher Menschen die Harmonie der Musik? Vielleicht aus der Disharmonie, die in diesem Fall eine soziale, politische, geografische und schließlich auch eine musikalische Disharmonie ist. Tatsächlich wird in dem schönen Dokumentarfilm von Agostino Ferrente die Entstehung eines Orchesters erzählt, das heute sehr populär ist und von dem Ex-Klavierspieler der Musikgruppe 'Avion Travel' Mario Tronco ins Leben gerufen wurde, um Immigranten vor der Ausweisung zu schützen. Das Orchester ist ursprünglich entstanden, um ein Kino vor der Schließung zu retten, aber stellt heute das Zeugnis eines Traums von Toleranz und Solidarität dar, egal, welche Partitur gerade gespielt wird. (Maurizio Porro, Corriere della Sera)