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D: Eric Debets, Chad Allen, Jonathan Blanc, Diarra Kilpatrick,
Michael Airington.
95 Min., FSK ab 12, OmU
11. - 16.03. (Do. - Di.) 17.30 Uhr
17.03. (Mi. ) 18.00 Uhr
Jerome ist das, was man auf Englisch ein Dreamboat nennt: Top-Figur,
leicht verklärter Dackelblick und hoffnungslos romantisch.
Augenblicklich will er unbedingt dem wintergrauen Paris der Vorweihnachtszeit
entfliehen und sich den Anblick seines frischverliebten Ex-Freunds
ersparen. Die Lösung: ein Trip in die Traumfabrik, Hollywood.
Dort wird er schnell mitsamt seinem dicken Akzent ("sooo sexy")
von einem bunten Häufchen Lebenskünstler ins Herz geschlossen
- als da wären: ein kerniger Drogendealer namens Ross (CHAD
ALLEN aus den "Donald Strachey" Mystery Filmen & "Save
me"), die umwerfende Kaleesha, eine Frau mit ein paar unvermuteten
Extras, und Norma, die Schutzgöttin aller verkrachten Drag
Queens.
Was folgt, ist eine wunderbar beschwingte Komödie mit Tiefgang
und unvergesslichem Charme. Voller Naivität beschließt
der Frenchman in L.A. kurzerhand Schauspieler zu werden. Aber aller
Anfang ist schwer und mangelndes Talent ein Problem. So schlägt
sich unser Held mit Hilfsjobs in Restaurants und zum Brüllen
komischen Castings herum, bei denen sich noch der letzte Loser schick
in Szene zu setzen versteht. Bloß nicht unser vom Rampenlicht
verschreckter Jerome, der seinen Beau zu Hause partout nicht vergessen
kann.
Paris kann ja so unromantisch, grau und hässlich sein - und
das kurz vor Weihnachten! Nicht alle teilen diese Empfindung. Jérôme
schon. Sein Ex-Freund Gilles (Jonathan Blanc) ist frisch verliebt
und hat gerade wilden Sex mit seiner neuen Flamme als Jérôme
in das Appartement platzt. Nichts wie weg aus Paris und auf nach
Hollywood, hinein in den ewigen Sommer und zu den kalifornischen
Dreamboys, die schon am Strand darauf warten, von unglücklich
verliebten französischen Touristen vernascht zu werden. Kaum
aus dem Flieger gestiegen, ergibt sich allerdings ein anderes Bild.
Zwar färbt sich die Leinwand von schwarzweiß in knallbunt,
doch die verheißungsvollen Erwartungen zerplatzen wie Seifenblasen.
Das Hotel entpuppt sich als dreckige Absteige und zum Baden ist
es viel zu kalt (mal abgesehen davon, dass es mit dem Bus eine Tagesfahrt
ist, um zum Strand zu kommen). Ohne Geld, aber mit viel charmanter
Unbeholfenheit, einem entzückenden französischen Akzent
und einer Nase wie Adrian Brody schafft Jérôme Beaunez
es doch noch, bei den Amerikanern anzukommen, wenn er nur sein Herz
nicht in Paris gelassen hätte
"Komisch, tragisch und romantisch zugleich. (
)wirklich
ein wunderschöner Film"
(unnikath.de)
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