|
FRA 2009, 100 Min, DF
FSK: ab 0 Jahren
D: Josiane Balasko, Garancelle Le Guillermic, Togo Igawa, Anne Brochet,
Ariane Ascaride
6. - 11.5. (Do - Di) 19.00, 21.00 Uhr
13. - 18.5. (Do - Di) 19.00, 21.00 Uhr
19.5. (Mi) 17.00 Uhr
20. - 25.5. (Do - Di) 17.00 Uhr
27.5. - 02.6. (Do-Mi) 19.00 Uhr
5. Woche:
3. - 8.6. (Do-Di) 17.00 Uhr
9.6. (Mi) 18.00 Uhr
6. Woche:
10. - 15.6. (Do-Di) 17.30 Uhr
Mit 11 Jahren stellt Paloma fest, dass das Leben sinnlos ist und
beschließt, sich an ihrem 12. Geburtstag umzubringen. Ihre
bourgeoisen Eltern sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt,
um von den Plänen des Mädchens etwas mitzukriegen. Die
Concierge des herrschaftlichen Stadthauses in Paris, in dem Paloma
wohnt, heißt Renée, ist 54 Jahre alt, liest Tolstoj
und philosophische Werke. Sie ist klein, dick, hat Hühneraugen
und erwartet ebenfalls nichts mehr vom Leben. Da zieht ein neuer
Mieter ins Haus ein, der Japaner Kakuro - und mit seiner Ankunft
ändert sich für Paloma und Renée plötzlich
eine Menge ...
Wochenlang belegte "Die Eleganz des Igels" von Muriel
Barbery die Bestsellerlisten nicht nur in Frankreich. Auch in Deutschland
fand die zauberhafte Geschichte über ein ungewöhnliches
Mädchen, über Freundschaft, Liebe und das, was wichtig
ist im Leben, ein begeistertes Publikum.
In DIE ELEGANZ DER MADAME MICHEL erzählt Regisseurin und Drehbuchautorin
Mona Achache die hinreißende Geschichte dreier liebenswerter
Einzelgänger, die auf den ersten Blick nichts zu verbinden
scheint
Das Drehbuch basiert auf dem Bestseller "Die
Eleganz des Igels" von Muriel Barbery, der sich allein in Frankreich
über 1,5 Millionen Mal verkaufte und sich auch in Deutschland
wochenlang in den Bestsellerlisten hielt. Frankreichs Kinostar Josiane
Balasko ("Eine Frau für zwei") liefert als barsche
Madame Michel eine preisverdächtige Vorstellung ab. Der Japaner
Togo Igawa ("JOHN RABE", "EYES WIDE SHUT") spielt
den geheimnisvollen Monsieur Ozu. Und die junge Garance Le Guillermic
überzeugt in ihrem Leinwanddebüt als die eigenwillige
Paloma. Sie brillieren als komplexe, überraschende Figuren,
die einem sofort ans Herz wachsen, weil sie verwundbar und kraftvoll
zugleich gespielt werden: In Frankreich ein überragender Erfolg,
beim Internationalen Filmfestival in Kairo mit drei Preisen, darunter
für die beste Regie, ausgezeichnet, verzaubert DIE ELEGANZ
DER MADAME MICHEL mit wohl dosiertem Humor, einer visuellen Poesie
sowie seiner melancholischen, samtweichen Atmosphäre. (digitalvd.de)
Der große Bestseller aus Frankreich "DIE ELEGANZ DES
IGELS" von Muriel Barbery, der auch in der Schweiz viele begeisterte
Leser fand, wurde jetzt kongenial verfilmt. Es ist die unterhaltsame
und anrührende Geschichte zweier Außenseiter, der hässlichen,
aber ungemein gebildete Concierge und der altklugen Tochter reicher
Eltern. Hinreißend komisch und zuweilen bitterböse erzählen
Buch wie Film von ihrem Leben, ihren Nachbarn im Stadtpalais, von
Freundschaft, Liebe und dem, was wichtig ist im Leben. Mit Josiane
Balasko als Renée und der kleinen Garance Le Guillermic als
Paloma hat Regisseurin Mona Achache zudem zwei hervorragende Darstellerinnen
gefunden. (PathéFilms.ch)
Mona Achache ist mit ihrem Kinodebüt ein wunderbares Kleinod
geraten. Der ganze Film wimmelt von liebevollen Details, komischen
Zwischentönen und gibt einen tiefsinnigen Einblick in die Welt
von vermeintlichen Außenseitern. Die zentralen Figuren sind
die suizidale Paloma, die trotz ihres tödlichen Vorhabens fern
von Depressionen ist und einfach nur unter der Scheinwelt ihrer
Familie einen Schlussstrich ziehen will. Die 165 Tage bis zu ihrem
Selbstmord verbringt sie in kreativer Ausgelassenheit, indem sie
Tabletten ihrer Mutter abzweigt, den hauseigenen Goldfisch einem
Pillentest unterzieht, beständig in den ungewöhnlichsten
Kameraeinstellungen ihr Umfeld ablichtet und mit einem schwarzen
Filzstift ihrem nahenden Tod auf der Tapete ein künstlerisches
Denkmal setzt. Madame Michel hingegen hat mit Selbstmord nichts
im Sinn, denn obwohl sie ein zurückgezogenes Leben führt,
so geht sie ganz in ihrem exorbitanten Schokoladengenuss und vor
allem in der Flucht in literarische Welten auf. Vom Erscheinungsbild
ungepflegt und nachlässig gibt sie nichts auf äußerliche
Zwänge, und auch ihre Verwandlung, die sie durch die Freundschaft
zu Kakuro durchmacht, lässt sie nicht in ein Modepüppchen
mutieren, denn sie bleibt bei neuer Frisur und schicker Garderobe
doch eine in die Jahre gekommene Frau, deren Glamour weit zurückliegt.
Dass Mona Achache hier nicht in die ganz große Trickkiste
gegriffen hat und plötzlich aus Madame Michel ein Supermodel
entwickelt hat, spricht für die Story und den Film. So ist
ein modernes Märchen entstanden, das durch seine drei Hauptdarsteller,
die subtile Dramatik und das ungeahnte Ende mit einem lachenden
und einem weinenden Auge noch nachhaltig in Erinnerung bleibt! (kinozeit.de)
|