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DIE BESCHISSENHEIT DER DINGE Felix van Groeningen

BEL/NLD 2009, 108 Min, dt. Fassung
FSK ohne Angabe
D: Pauline Grossen, Johan Heldenbergh, Wouter Hendrickx, Koen de Graeve, Valentijn Dhaenens

20. - 26.5. (Do - Mi) 18.30, 20.30 Uhr
27.5. - 2.6. (Do - Mi) 19.30 Uhr

Ein einfaches Leben hat Gunther Strobbe (Kenneth Vanbaeden) nicht. Vater Marcel alias Celle (Koen De Graeve) und seine drei Onkels sind für jeden Spaß zu haben, Hauptsache es endet in einem Exzess. Sie kippen sich die Birne zu, steigen Frauen nach und landen wegen ihrer Orgien auch schon mal ohne Reue im Gefängnis. Auch zu Nackt-Fahrradrennen und Weltrekord-Biertrinken sagen sie nicht nein. Für einen Teenager sicher nicht der ideale Platz. Abends sitzt Gunther mit seiner Familie im Pub und trinkt auch selbst mal einen über den Durst. In der Schule will nichts so recht klappen. Nur seine Großmutter hilft ihm, wo sie kann. Aber gegen das Halbstarkengebärden ihrer Söhne ist sie machtlos. Dennoch verteidigt er standhaft seine skandalumwitterte Familie, vor anderen und sich selbst. Ist ein Internat für ihn vielleicht das Richtige? Mittlerweile ist Gunther Anfang 30 (Valentijn Dhaenens) und bringt seine Lebensgeschichte zu Papier. Es ist die Zeit gekommen, sich zu entscheiden, ob er an der Strobbeschen Sicht der Dinge festhalten will, oder doch einen anderen Weg einschlagen soll. (Filmreporter.de)

In DIE BESCHISSENHEIT DER DINGE wird schonungslos, aber dennoch liebevoll eine flämische Familie beleuchtet, die in einem kleinen Dorf abseits der Norm lebt. Die Strobbes sind bei den Belgischen Bürgern ein Schreckgespenst, das mit der Gewissheit, nichts aus dem Leben machen zu können, beweist, dass man trotzdem Spaß haben kann - auch wenn und vielleicht gerade weil dies die Gesellschaft schockt. Dimitri Verhulst schrieb den Roman zu diesem Film als autobiographische Bearbeitung seiner eigenen Familie. (…)
Ebenso wie die Buchvorlage von Dimitri Verhulst verschönt das Drama nichts von der elenden Existenz, die lediglich durch das Delirium aufgelockert wird - aber genauso macht er sich nicht darüber lustig oder klagt sie gar an. Im Gegenteil: Hier wird ein liebevoller Blick auf ein Leben von Randexistenzen der Gesellschaft geworfen, bei dem sich Humor und Melancholie abwechseln, aber immer darauf geachtet wird, dass die White Trash Charaktere authentisch bleiben. (kino.germanblogs.de)