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DIE 4. REVOLUTION - ENERGY AUTONOMY


Carl A. Fechner

DEU 2009, 83 Min, DF
FSK ab 6
Dokumentarfilm

22.04. (Do) 19.30 Uhr Veranstaltung mit BUND Saarland - bitte Karten reservieren!

23. - 25.04. (Fr - So) 17.00 Uhr
27. + 28.04. (Di + Mi) 17.00 Uhr
29. + 30.04. (Do + Fr) 18.00 Uhr
01. - 05.05. (Sa - Mi) 18.00 Uhr

3. Wo: 10. - 12.05.
(Mo - Mi) 16.30 Uhr

Der Dokumentarfilm DIE 4. REVOLUTION - ENERGY AUTONOMY von Carl A. Fechner steht für eine mitreißende Vision: Eine Welt-Gemeinschaft, deren Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gespeist ist - für jeden erreichbar, bezahlbar und sauber. Eine globale Umstrukturierung, die Machtverhältnisse neu ordnet und Kapital gerechter verteilt, könnte jetzt beginnen. Wir müssen es nur tun!
Wie - das zeigt Fechners Film anhand beispielhafter Projekte und ihrer Vorkämpfer in zehn Ländern: Das energieeffizienteste Bürogebäude der Welt steht in Deutschland und produziert mehr Energie, als es verbraucht. Erneuerbare Energien sichern Familien in Mali und Bangladesh über hautnahe Finanzierungsmodelle die Existenz. Alternative Energiekonzepte revolutionieren die Autoindustrie und fördern neue Wege der Mobilität.
In vierjähriger Produktionszeit begleiteten Carl A. Fechner und sein Team engagierte Prominente, sprachen mit Top-Managern, afrikanischen Müttern, Bankern und ambitionierten Aktivisten auf der ganzen Welt. Am Ende des hochaktuellen Films kann für alle ein neuer Anfang stehen: DIE 4. REVOLUTION - ENERGY AUTONOMY.

Nur noch mit Sonne, Wind oder Biogas heizen und fahren? Und das weltweit innerhalb von 30 Jahren? Ein schöner Traum oder realistische Perspektive? Die Macher dieses engagierten Dokumentarfilms halten den Umstieg für möglich. In der Tradition von EINE UNBEQUEME WAHRHEIT und ähnlich engagiert wie Plastic Planet will Regisseur Carl A. Fechner mehr als nur aufklären. Er will zum Handeln anregen.
Das Schöne an diesem Film ist: Er macht die real existierenden Alternativen sichtbar. Das Team besuchte Initiativen in der ganzen Welt, die etwas auf die Beine gestellt haben. Hier kann man sich anschauen, wie viel Platz etwa eine Solar- und Windkraftanlage braucht, die 100.000 Menschen mit Strom versorgt. Es sind 200 Hektar, so viel, wie ein großer Bauernhof bewirtschaften würde. Aber was heißt das genau? Die Kamera fliegt darüber und zeigt, wie sich die glitzernde Fläche in die Landschaft einfügt. Und in welchem Verhältnis sie zu der Stadt steht, die sie versorgt. Da erfährt der Zuschauer einen sinnlichen "Beweis": Das ist machbar. Und plötzlich kann man sich vorstellen, dass man auch eine Millionenmetropole wie Los Angeles nach diesem Prinzip versorgen könnte. Die Wüste ist ja gleich in der Nähe.
DIE 4. REVOLUTION - ENERGY AUTONOMY basiert auf dem Buch des Bundestagsabgeordneten und Träger des Alternativen Nobelpreises Hermann Scheer. Es stammt aus dem Jahr 2005 und trägt den Titel "Energieautonomie". Nach Ansicht von Scheer, der auch einer der Hauptakteure des Films ist, steht die Menschheit vor einer vierten Revolution, vergleichbar der industriellen, Agrar- und digitalen Revolution. Dieser Umbruch bedeutet, dass sämtliche Energie nur noch aus Quellen kommt, die kostenlos sind und dass die Kosten lediglich durch die Technik entstehen, Sonnenstrahlen, Wind oder Wasserkraft nutzbar zu machen. (…)
Der Film nimmt den Zuschauer mit zu einer ganzen Reihe praktischer Beispiele. Sie treiben die vierte Revolution von ganz unterschiedlichen Seiten voran, mit größerem oder kleinerem Aufwand, in Europa, Afrika, den USA oder China. Ob nun ein Mehrfamilienhaus im hessischen Pfungstadt, ein Elektrosportwagen in Kalifornien oder das Solarmodul auf dem Dach einer Entbindungsstation in Mali - überall wird sichtbar, was erneuerbare Energien leisten können. (kino-zeit.de)
Innovative Unternehmer, prominente Umweltaktivisten, Nobelpreisträger und engagierte Politiker wissen längst, dass der vollständige Umstieg von unserem erdölbasierten Weltenergiesystem auf zu 100 Prozent erneuerbare Primärenergien innerhalb weniger Jahren möglich wäre. Allein die Propaganda mächtiger Großkonzerne, die sich eine goldene Nase an der zentralen Herstellung von Erdölprodukten verdienen, bremsen mit dreister Lobbyarbeit den Wandel aus. Mit fatalen Folgen für die ganze Welt, die sich im Klimawandel aufheizt.
Wie kommen wir weg vom klimaschädlichen Erdölhunger und können eine nachhaltige Welt schaffen - gegen den Widerstand der Energielobby?
Seit der Ölkrise der 70er Jahre hat sich unsere Abhängigkeit von importiertem Öl nicht verringert. Der Wechsel scheitert nicht an der Technologie, die längst vorhanden ist - er scheitert an politischen Widerständen. Wenn sich nämlich die bisher zentrale, kommerzielle in dezentrale, kostenlose Primärenergieversorgung wandeln würde, wären große Segmente der Energieindustrie bankrott. Also geht es um Geld. Viel Geld. Und deshalb mauert die Energielobby und flüstert der Menschheit ein, dass ein Wechsel unrealistisch sei. Denn sie hat alles zu verlieren, wenn die Versorgung demokratisiert wird. Die Folge: Die verfilzten Eliten bremsen, wo sie nur können. Ihre Dinosaurier sitzen in einflussreichen Behörden und erdreisten sich nicht, Kohle und Atomkraft das Wort zu reden. Dabei ist der Klimawandel nur ein Problem des heutigen Weltenergiesystems - von Atommüll, Ressourcenkonflikten, Gesundheitsschäden und dem hohen Wasserverbrauch ganz zu schweigen.
Diesen Negativbeispielen stehen engagierte Protagonisten gegenüber, die daran arbeiten, künftigen Generationen eine lebenswerte Erde zu hinterlassen - gegen die Ignoranz der mächtigen Energiewirtschaft. Innovative Unternehmer, prominente Umweltaktivisten, Friedensnobelpreisträger, Politiker in allen Erdteilen propagieren: Yes, we can. Fechner zeigt ihre Arbeit, lässt sie in Interviews die Problematiken erklären und stellt die Vision vor, jeden an unserer Erde teilhaben zu lassen. Seriös und zugleich modern inszeniert, macht die Doku Hoffnung und, viel wichtiger, sie gibt eine Anleitung zum Handeln. (kino.de)

Weitere Information auch zum Selber-aktiv-werden - unter http://www.4-revolution.de und http://www.energyautonomy.org