Der Regisseur
Franco Elica, ein überzeugter Atheist, steckt in der Krise: Seine Tochter
heiratet einen strenggläubigen Katholiken, und ihm wird angeboten die x-te
Version von Alessandro Manzonis Roman "Die Brautleute zu drehen". Auf
der Suche nach neuen Inspirationen beschließt Franco, zu einer Reise nach
Sizilien aufzubrechen. Dort begegnet er einem Mann, der seinen Lebensunterhalt
durch das Drehen von Hochzeitsvideos bestreitet. Er lernt auch den Prinzen Gravina
di Palagonia kennen; der verarmte Adlige bittet ihn, die Hochzeit seiner Tochter
Bona zu filmen. Franco verliebt sich auf den ersten Blick in die junge Frau und
beschließt, sie vor der Vernunftehe zu retten... Dank der digitalen Technik
hat heutzutage jeder die Möglichkeit, einen Film zu drehen, ihn zu schneiden
und ihm einen Soundtrack unterzulegen; ein interessantes Faktum. Mir war daran
gelegen, in dieser vom Fernsehen beherrschten Gesellschaft aufzuzeigen, dass wir
unter dem Diktat der Bilder leben. Im Film spiegeln sich viele Aspekte der heutigen
Gesellschaft und der Beziehung zwischen den Geschlechtern wider. Die Filme, die
ich drehe, sind eng mit dem Leben verbunden, die Bilder werden daraus geboren,
um dann von der Kultur, der Erziehung, der eigenen Suche verändert zu werden.
(Marco Bellocchio) OmU, FSK ab 12 |