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DEU/AUT/CHE 2010, 89 Min teils OmU
FSK ohne Altersbeschränkung
Dokumentation
10. - 15.6. (Do - Di) 21.00 Uhr
16.6. (Mi) 17.00 Uhr
17. - 23.6. (Do - Mi) 18.00 Uhr
Auf der Suche nach Inspiration trifft der junge Filmemacher David
Sieveking sein Idol David Lynch (TWIN PEAKS), einen bedeutenden
Vertreter der Transzendentalen Meditation. Sein erhellender Film
blickt in die zynischen Abgründe einer millionenschweren Psychosekte,
handelt von obskuren Universitäten der Unbesiegbarkeit und
yogischen Fliegern, die den Himmel auf Erden einläuten sollen.
Die beispiellose Erfolgsgeschichte des Maharishi Mahesh Yogi begann
im Himalaya. Seit den 60er Jahren hat der Guru auch im Westen zahlreiche
prominente Anhänger gewonnen, darunter die Beatles. Fast sechs
Millionen Menschen weltweit praktizieren heute die Transzendentale
Meditation (TM). Auch David, ein junger Filmemacher auf der Suche
nach Inspiration, will es mit der Meditation probieren. Denn nicht
zuletzt sein großes Vorbild, der legendäre Regisseur
David Lynch, versichert ihm höchstpersönlich, dass TM
eine Quelle der Kreativität und des Erfolgs sei.
David beschließt, sein Idol beim Wort zu nehmen: Er unterzieht
sich dem teuren Meditations-Training, erhält sein persönliches
Mantra und versucht sich im Yogischen Fliegen. Der Filmemacher pilgert
auf den Spuren der TM-Bewegung. Dabei kommt er allerdings einigen
wohl gehüteten Geheimnissen zu nahe. David Lynch, inzwischen
wichtigste Repräsentationsfigur von TM, reagiert auf die Recherchen
des Filmteams mit einer Klagedrohung. Nun will es David erst recht
wissen. Er reist quer durch die USA bis nach Indien und taucht immer
tiefer ein in Maharishis bizarres Imperium. Anstelle des prophezeiten
"Himmels auf Erden" stößt David auf Abgründe.
David Sieveking gelingt das Kunststück, seine detektivische
Sinnsuche ebenso humorvoll wie erhellend zu erzählen. Auf seiner
abenteuerlichen Odyssee vom Berliner Teufelsberg über Hollywood
bis in den Himalaya, verknüpft er spirituelle Erfahrungen und
skurrile Beobachtungen mit spannender Investigation.
Fünf Jahre hat der emsige Dokumentarist an seinem Werk und
sich selbst gearbeitet, abenteuerlich, humorvoll und investigativ.
Das Ergebnis ist ein kluger und kurzweiliger, selbstironischer und
aufklärerischer Film, mit dem er sich den Zorn des netten Herrn
Lynch zugezogen und eine Klagedrohung von TM eingehandelt hat. Vielleicht
hätte er einfach dem Cabaret-Mantra glauben sollen: "Money
Makes the World Go Round" (kino.de)
Mit DAVID WANTS TO FLY ist David Sieveking ein Dokumentarfilm gelungen,
wie man ihn gerne öfter sehen würde. (
) Man verlässt
diesen Film mit einem Schmunzeln und fragt sich, weshalb David Sieveking
meinte, seiner Kreativität mit TM auf die Sprünge helfen
zu müssen. Dass er auch so das Zeug hat, gute Filme zu machen,
hat er gerade eindrucksvoll unter Beweis gestellt. (filmrezension.de)
Bitte beachten Sie auch unsere kleine WERKSCHAU DAVID LYNCH ab
10. Juni (Filme #17 - 19)
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