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DAS FISCHKIND Lucía Puenzo


Inés Efron, Mariela Vitale, Pep Munne, Arnaldo André
ARG/ESP/FRA 2009
92 Min, FSK ab 16, OmU

19. - 25.8. (Do - Mi) 21.15 Uhr
26.8. - 1.9. (Do - Mi) 20.30 Uhr
2.-8.9. (Do - Mi) 21.30 Uhr

In Kooperation mit dem LSVD Saar. Im Anschluss an die Vorstellung am 19.8. findet im Checkpoint in der Mainzer Str. 44 eine After-Film-Party statt.

Es geht um die Liebe zwischen Lala (Inés Efron), Tochter aus reichem Elternhaus in Buenos Aires und deren 20-jährigen Haushälterin Guayi aus Paraguay (Mariela Vitale). Beide träumen von einem neuen gemeinsamen Leben in einem Haus am See in der Heimat von der Guayi. Um diesen Traum zu verwirklichen, brauchen sie Geld, das sie sich im Elternhaus von Lala peu à peu zusammenrauben. Als sie endlich soweit sind und fliehen wollen, müssen sie über eine Leiche gehen, die ihnen zum Verhängnis wird.

In Rückblenden erzählt der Film wie es zu dem gemeinsamen Vorhaben gekommen ist und wie die Liebe der beiden über die Jahre hinweg gewachsen ist. Diese verbotene Liebe wird auf eine große Herausforderung gestellt, als die geplante Flucht scheitert und die Guayi im Gefängnis landet. Lala erfährt nach und nach von der dunklen Vergangenheit ihrer Freundin und was es mit der geheimnisvollen Legende des titelgebenden Fischkindes auf sich hat.
Bereits Lucía Puenzos von der Kritik hochgelobter Debütfilm XXY, der letztes Jahr bei uns im Kino lief, beeindruckte mit seiner eindringlichen und schwermütigen Thematik. Auch EL NIÑO PEZ ist starker, fesselnder Tobak. Von der ersten bis zur letzten Minute herrscht Spannung. Lala und ihre Freundin leben von Anfang an in einem Gefängnis, weil sie ihre Liebe nicht offen ausleben können. Auf sehr eindringliche und bewegende Art zeigt die Kamera von Rodrigo Pulpeiro das Begehren und die Sehnsucht nach Freiheit der beiden Mädchen. Es scheint unwirklich und verträumt, man glaubt nicht daran, dass das gemeinsame Ziel realisiert wird. Erst als die Guayi im richtigen Gefängnis landet und Lala vorhält, dies sei das wahre Leben, von dem sie immer geträumt hat, öffnet Lala das die Augen. Und wenn Lala vor Wut und Verzweiflung ihre Haare in der Badewanne abschneidet, erinnert das schon sehr an den jugendlichen Trotz von Alex in XXY.
XXY erhielt beim Festival von Cannes den großen Preis in der Sektion Semaine de la Critique und etliche andere wichtige Festivalpreise. Vor Lucía Puenzo scheint eine vielversprechende Filmkarriere zu liegen. Auf jeden Fall eine, die man im Auge behalten sollte. (kino-zeit.de)