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BROTHERHOODKang Je-gyo

Fulminant inszenierter, oft äußerst naturalistischer Kriegsfilm, der auf vielfältige Weise die humane und moralische Katastrophe des Koreakrieges anhand einer Brudergeschichte reflektiert. Der südkoreanische Film beeindruckt trotz gelegentlichen Pathos' und leichter ideologischer Verzerrungen. (EPD-Film)
Es ist der teuerste koreanische Kinofilm aller Zeiten. 25000 Statisten waren daran beteiligt, jeder vierte Koreaner hat ihn gesehen. Jetzt kommt er in die deutschen Kinos: "Brotherhood" ist ein eindringliches Kriegsdrama über den Korea-Konflikt, der als Kalter Krieg bis heute andauert. Regisseur Je-gyu Kang zeichnet die tragische Entfremdung zweier Brüder nach, die stellvertretend für die Spaltung Koreas in verfeindete Brüderstaaten steht. Sein Werk kann sich durchaus mit Steven Spielbergs "Der Soldat James Ryan" messen.
Zu Beginn erhält der gebrechliche Kriegsveteran Lee die Nachricht, dass das Skelett seines Bruders auf einem ehemaligen Schlachtfeld ausgegraben wurde. Als er das Massengrab besucht, strömen all die verdrängten Erinnerungen an die grauenhaften Kriegerlebnisse auf ihn ein. Von nun an beschreibt der Film in einem Rückblick minutiös die Gründe für den
"Brotherhood" ist nicht immer frei von ideologisierter und pathetischer Darstellung, aber die Inszenierung ist von einzigartiger Opulenz. Die großartigen Darsteller, die bewegende Geschichte und die naturalistische und kritische Kriegsreflektion lassen keinen Zuschauer kalt. Regisseur Kang wollte zwei Gesichter des Konflikts darstellen: "Es gibt die Gewalt, aber da ist auch eine sehr emotionale, menschliche Seite." Die Umsetzung dieser Zielsetzung ist ihm vortrefflich gelungen. (AZ, München)
"Brotherhood" ist zwar nicht immer frei von ideologisierter Darstellung, doch wird der Koreakrieg keinem "höheren Ziel" untergeordnet, als das Gleichgewicht der Systeme zu (de)stabilisieren. Daher wirken die Kampfhandlungen und deren Folgen für die darin Verwickelten umso gravierender. Dabei bleiben selbst solche Fragmente stets den vielfältigen moralischen Wendungen des Geschehens unterworfen. (EPD-Film)
FSK ab 16

  
Datum Uhrzeit
19.-24.10. (Do.-Di.)21.30 Uhr
25.10. (Mi.) 16.30 Uhr