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USA 2008, 80 Min, OmU
FSK noch nicht vorgelegt
Dokumentarfilm Musik, mit D: Steve "Lips" Kudlow, Robb
Reiner, G5, Ivan Herd, Chris Tsangarides, Tiziana Arrigoni, Cut
Loose, Mad Dog, Lars Ulrich, Lemmy, Scott Ian, Slash, Tom Araya
08. - 14.04. (Do - Mi) 20.30 Uhr
15. - 21.04. (Do - Mi) 21.30 Uhr
Mit 14 schworen sich die Schulfreunde Steve "Lips " Kudlow
und Robb Reiner aus Toronto für immer zusammen zu rocken. Mit
ihrer Band Anvil wurden sie zu Halbgöttern des kanadischen
Metal und veröffentlichten 1982 eines der härtesten Albums
in der Metal-Geschichte: "Metal on Metal ". Das Album
beeinflusste eine ganze Generation von Musikern, darunter Metallica,
Slayer und Anthrax. All diese Bands verkauften in der Folge Millionen
von Platten, wohingegen Anvils Karriere einen ganz anderen Lauf
nahm - nämlich direkt in die Bedeutungslosigkeit.
Aber Lips und Robb gaben ihren Kindheitstraum nie auf und rockten
weiter, immer im Glauben daran, dass Anvil eines Tages der langersehnte
Erfolg beschert werden würde. Der Film begleitet Lips und Robb,
die nun um die fünfzig sind, bei den Aufnahmen zu ihrem dreizehnten
Album "This is thirteen ". Sie schlagen sich mit zunehmend
ungeduldigeren Familien, penetranten Gläubigern und Alterszipperlein
herum. Sie wissen, es ist ihre letzte Chance den Durchbruch zu schaffen.
In Vorbereitung auf das Album reist die Band nach Europa, ihre größte
Tournee seit zwanzig Jahren. Und sogar nach Anvil-Maßstäben
ist es eine unvorstellbare Aneinanderreihung von Katastrophen. (Text:
Internationale Hofer Filmtage 2009)
Auch nach 25 Jahren gilt THIS IS SPINAL TAP weiterhin als einer
der Musikfilme schlechthin. Rob Reiners (DAS BESTE KOMMT ZUM SCHLUSS)
im Dokustil gedrehter Film über die fiktive Rockband Spinal
Tap ist nicht nur hinreißend komisch, sondern auch - wie die
Aussagen vieler echter Rockstars belegen - erstaunlich nahe an der
Wirklichkeit. Für sein Regiedebüt hat sich Drehbuchautor
Sacha Gervasi mit ANVIL! DIE GESCHICHTE EINER FREUNDSCHAFT nun ebenfalls
an einer Rockumentary versucht, die einige inhaltliche Parallelen
zu THIS IS SPINAL TAP aufweist: Beide Filme verfolgen den Weg einer
Band, die ihren Zenit längst überschritten hat. Beide
zeigen Rückschläge wie kaum besuchte Touren und bandinterne
Streitereien. Und schließlich rücken beide Stonehenge
in den Mittelpunkt einer Szene und lassen die Bands am Ende mit
großen Shows in Japan doch noch einen Erfolg genießen.
Einen großen Unterschied gibt es dann aber doch: Gervasis
Geschichte ist wahr.
Mitte der 80er Jahren touren Anvil mit späteren Größen
wie Bon Jovi, Whitesnake oder den Scorpions. Ikonen wie Slash (Guns'n'Roses),
Tom Araya (Slayer), Lemmy Kilmister (Motörhead) oder Lars Ulrich
(Metallica) bescheinigen der kanadischen Speed-Metal-Band und besonders
deren zweitem Album "Metal to Metal" einen riesigen Einfluss
auf die gesamte Branche. Doch auch nach einem guten Vierteljahrhundert
im Geschäft warten Anvil weiterhin auf den Durchbruch, von
der Urbesetzung sind inzwischen nur noch die beiden Gründer
- Sänger und Gitarrist Steve "Lips" Kudlow und Drummer
Robb Reiner - übrig. Geld bringt ihnen die Musik schon lange
nicht mehr ein, Lips liefert inzwischen hauptberuflich Essen auf
Rädern, Reiner hilft auf dem Bau aus. Trotz der konstanten
Erfolglosigkeit haben beide aber den Traum vom Rockstar-Dasein noch
nicht aufgegeben. Gervasi begleitete die Band drei von Enttäuschungen
geprägte Jahre lang - er zeigt eine komplett verkorkste Europatour
und den Versuch, für das dreizehnte Album eine Plattenfirma
zu finden. Nach wiederholtem Zwist zwischen Lips und Reiner steht
die Band sogar kurz vor dem Aus... (Filmstarts.de)
Ein Film über eine Band. Ein Film über eine Freundschaft.
Ein Film über ein Versprechen, einen Traum, über unendliche
Hingabe, Ignoranz, Selbstaufopferung und eine Blauäugigkeit,
wie man sie nur noch selten findet. All das ist Sacha Gervasis Film
"ANVIL! DIE GESCHICHTE EINER FREUNDSCHAFT" - und noch
viel mehr! (
)
ANVIL! DIE GESCHICHTE EINER FREUNDSCHAFT spiegelt die Realität.
Echte Bands bleiben am Ball, auch wenn der große Erfolg ausbleibt,
so lange die Liebe zur Musik stark genug ist. Ob man tatsächlich
den Traum vom großen Durchbruch unabdingbar verfolgen und
anstreben muss, sei dahin gestellt. Doch zumindest hat sich nach
der Premiere beim Sundance Festival 2008 einiges zum Positiven gewendet:
Anvil haben einen guten Manager und auch in Sachen Label steht die
Band endlich da, wo sie schon seit Jahren hingehört.
Und das Gefühl, mit dem man schließlich das Kino verlässt,
ist bestimmt nicht Mitleid - sondern Respekt! (Laut.de)
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