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D: Olivier Gourmet, Jasmin Tabatabai, Magaly Solier, Edgar Condori,
Sonia
BEL/DEU/NLD 2008, 106 Min
FSK ab 12
1. - 5.7. (Do - Mo) 18.00, 20.00 Uhr
6.7. (Di) 18.00, 21.00 Uhr
7.7. (Mi) 18.00, 20.00 Uhr
Kriegsfotografin Grace hat im Irak aus nächster Nähe
die Exekution ihres Führers miterlebt und sucht bei ihrem Mann,
dem Arzt Max, Trost. Max muss jedoch bald nach Turumpampa, aufbrechen,
einem Anden-Dorf, wo etliche Einwohner Quecksilbervergiftungen aus
einer Goldmine zum Opfer fallen. Die verzweifelten Menschen machen
die Ärzte für ihre Misere verantwortlich und töten
Max. Grace (Jasmin Tabatabai) reist in den Ort auf dem peruanischen
Hochplateau, um sich selbst ein Bild zu machen. Sie erlebt die Tragödie
der Anden-Indios als bildgewaltiges, mystisch entrücktes Requiem
von Trauer und Erlösung.
KHADAK, [siehe Film #4] der letzte Film des Regie-Duos Peter Brosens
und Jessica Woodworth, führte in die Mongolei, dieser nach
Altiplano, ein entlegenes Hochland der peruanischen Anden. Wieder
ist es eine meditativ-spirituelle Reise geworden und mehr: berückende
und entrückte Filmkunst zum Genießen.
Zwei Handlungsstränge entfalten sich parallel, verknüpfen
das Schicksal zweier Frauen, die nach traumatischen Verlusten ihrer
Trauer unterschiedlichen Ausdruck verleihen. (
)
Für fast alles, was geschieht, gibt es natürliche Ursachen
- etwa die Ausbeutung der Minen durch die Gringos und Erblindungen
durch das giftige Quecksilber - , aber Brosens und Woodworth verhüllen
sie, setzten auf das Rätselhafte, auf Symbole, die den berauschend
schönen Film der Realität entrücken, ohne ihre bittere
Tragik zu verleugnen. Die schroffe, weite Natur bildet, aufgenommen
in langsamen Kamerabewegungen, zusammen mit der sparsam eingesetzten,
sakralen Musik den Hintergrund für eine Elegie, die katholischen
Marienglaube und Naturreligion zu einer cineastischen Prozession
verbindet, an der man sich kaum satt sehen kann. Wenn zu Beginn
mit der Marienstatue die Hoffnung zerbricht, schwebt über den
Menschen ein böses Omen, das erst durch das schockierende Opfer
Saturninas, der Hüterin der Jungfrau, gebannt wird. Die Meditation
über Trauer, die in Hoffnung mündet, nimmt Anleihen beim
magischen Realismus, entwickelt aber ihre ganz eigene ästhetische
Richtung: ein berauschendes Oratorium, versehen mit der Kraft eines
mystischen Erlebnisses. (kino.de)
ALTIPLANO ist ein lyrischer und eindrucksvoller Film wie aus einer
anderen Sphäre, der bildgewaltig die einzigartige Atmosphäre
und Kraft der peruanischen Hochebene einfängt. Magaly So, die
die Saturnina verkörpert, war die gefeierte Hautdarstellerin
des diesjährigen Berlinalegewinners LA TETA ASUSTADA. ALTIPLANO
ist der zweite Spielfilm von Brosens & Woodworth. Mit ihrem
gemeinsamen Spielfilmdebüt KHADAK gewannen sie u. a. beim Filmfestival
von Venedig 2006 den Nachwuchspreis LION OF THE FUTURE. (farbfilm-verleih.de)
"A powerful, visually sublime film. A beacon of contemporary
auteur cinema. ALTIPLANO is the brother of 'Sacrifice' by Andrei
Tarkovski. We can rejoice in the fact that we can count on artists,
true artists, such as von Trier, Brosens, Woodworth, Lynch or Haneke
to carry on active resistance. A universal piece of art." (Le
Soir)
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