Die
Besucher des „Filmhauses“ haben entschieden. Die vorgestellten sechs
deutsch/österreichischen
Independent-Produktionen,
die allesamt 2004 deutsche Kinopremiere hatten, wurden vom Filmhaus-
publikum
mit hoher Zustimmung für den Filmhaus Award 2004 nominiert. Von
insgesamt 1502
Zuschauern
beteiligten sich 1334 (88,8%) an der Abstimmung.
Die Ergebnisse :
|
Titel |
Besucher |
Beteiligung |
% |
Ja |
% |
Nein |
% |
|
Kroko |
363 |
322 |
88,7 |
269 |
83,5 |
52 |
16,1 |
|
Die Kinder sind tot |
132 |
107 |
81,1 |
95 |
88,8 |
12 |
11,2 |
|
Böse Zellen |
194 |
159 |
82,0 |
99 |
62,3 |
60 |
37,7 |
|
Unterwegs |
197 |
189 |
95,9 |
95 |
50,3 |
93 |
49,2 |
|
Wenn der Richtige kommt |
471 |
428 |
90,9 |
347 |
81,1 |
81 |
18,9 |
|
Befreite Zone |
145 |
129 |
89,0 |
81 |
62,8 |
48 |
37,2 |
|
Gesamt |
1502 |
1334 |
88,8 |
986 |
|
346 |
|
Mit 428 Stimmen erhielt
überraschenderweise der ungewöhnliche Film von Stefan Hillebrand und
Oliver Paulus „Wenn der Richtige kommt“
die höchste Stimmenzahl und ist damit Gewinner
des „Filmhaus Award 2004“.
Bei dem Film handelt es sich zwar um
einen Spielfilm, aber nicht im herkömmlichen Sinn.
„Wenn der Richtige kommt“ ist von der ersten
bis zur letzten Szene improvisiert, ein
Drehbuch gab es nicht, und die
US-Fachzeitschrift VARIETY schrieb:“ Ein Film der beweist, dass
deutsche Komödien doch lustig sein können.“
durch die neue Oberbürgermeisterin Charlotte Britz am
Musikalische Umrahmung : Fabienne Carlier, Chansons
Die
aus dem Land von Jacques Brel stammende Chansonsängerin präsentiert ihre
vielschichtige
Arbeit,
bestehend aus eigenen Kreationen und pfiffigen Arrangements bekannter
Chansons-„Standards“
u.a. von Brel, Brassens, Piaf, Barbara und
Apollinaire. Für die Preisverleihung wird sie ein
30minütiges
Solo-Kurzprogramm präsentieren am Klavier und diatonischen Akkordeon. Die
Stücke
werden aus dem Repertoire der Französischen Filmmusik zusammengestellt.
Programm u.a.:
Les
feuilles mortes (aus dem Film „les Portes de la Nuit“ – Marcel Carné)
Quand
tu dors près de mois (aus „Aimez-vous Brahms / Good Bye Again“)
Sous le
ciel de Paris (aus „La Seine coule à Paris“ – Julien Duvivier)
Le
Tourbillon (aus „Jules & Jim“ – Truffaut)
A bout
de souffle (aus „Außer Atem“ mit Jean Paul Belmondo)
Rue
St-Vincent, Astride Bruant (in Anlehnung an Jean Renoirs Films)
Pressestimmen:
„Carlier
spielt souverän auf der Tonleiter der Gefühle ihre mit einer kräftigen Prise
Sprachwitz
gewürzten Lieder“ (Kölner Stadtanzeiger)
„....Mit
Akkordeon und dem Trio Cordial bringt Fabienne Carlier einen Klang zustande,
der
weit entfernt ist von den vielen vielen, die Chansons machen nur mit Klavier
und
Gesang“.
(Saarländischer Rundfunk)
„Eine etwas andere französische Art mit Biss, Leichtigkeit und viel Dynamik!“ (Rheinische Zeitung)
Stefan Hillebrand / Oliver
Paulus
Filmfestival
San Sebastian: Ein ungewöhnliches Experiment gelang Stefan Hillebrand, Oliver
Paulus (Regie)
und
Mathias Schick (Kamera). Die Absolventen der Ludwigsburger Filmakademie
erzählen in
"Wenn
der Richtige kommt" eine Geschichte, die von ihren Darstellern erst
während der Dreharbeiten
entwickelt
wurde. Die Putzfrau Paula lernt bei der Arbeit den türkischen
Sicherheitsbeamten Mustafa kennen.
Sie
glaubt, in ihm die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben, und als er eines Tages
nicht mehr zur Arbeit
erscheint,
begibt sie sich auf eine abenteuerliche Suche in die Türkei. Authentizität ist wohl der Begriff,
mit dem sich die seltsame Magie des Films
beschreiben lässt. Ihr Zentrum ist die Schauspielerin Isolde
Fischer,
deren Improvisationen aus einem banalen Putzfrauenleben, so anrührend und glaubhaft wirken,
dass
die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwinden. (Filmecho)
Eine
Einführung in den Film gibt der Filmjournalist Tobias Kessler
(Saarbrücker Zeitung).
Im
Anschluss an den ausgezeichneten Film lädt das Filmhaus zu einem Umtrunk ins
Foyer.