Filmhaus Award 2004                       13.10. (Mi.) 19.30 Uhr

 

Die Besucher des „Filmhauses“ haben entschieden. Die vorgestellten sechs deutsch/österreichischen

Independent-Produktionen, die allesamt 2004 deutsche Kinopremiere hatten, wurden vom Filmhaus-

publikum mit hoher Zustimmung für den Filmhaus Award 2004 nominiert. Von insgesamt 1502

Zuschauern beteiligten sich 1334 (88,8%) an der Abstimmung.

 

Die Ergebnisse :

 

Titel

Besucher

Beteiligung

%

Ja

%

Nein

%

Kroko

363

322

88,7

269

83,5

52

16,1

Die Kinder sind tot

132

107

81,1

95

88,8

12

11,2

Böse Zellen

194

159

82,0

99

62,3

60

37,7

Unterwegs

197

189

95,9

95

50,3

93

49,2

Wenn der Richtige kommt

471

428

90,9

347

81,1

81

18,9

Befreite Zone

145

129

89,0

81

62,8

48

37,2

Gesamt

1502

1334

88,8

986

 

346

 

 

 

Mit 428 Stimmen erhielt überraschenderweise der ungewöhnliche Film von Stefan Hillebrand und

Oliver Paulus Wenn der Richtige kommtdie höchste Stimmenzahl und ist damit Gewinner

des „Filmhaus Award 2004“.

 

Bei dem Film handelt es sich zwar um einen Spielfilm, aber nicht im herkömmlichen Sinn.

Wenn der Richtige kommt ist von der ersten bis zur letzten Szene improvisiert, ein

Drehbuch gab es nicht, und die US-Fachzeitschrift VARIETY schrieb:“ Ein Film der beweist, dass

deutsche Komödien doch lustig sein können.“

 

Preisverleihung im Saarbrücker „Filmhaus“

durch die neue Oberbürgermeisterin Charlotte Britz am

Mittwoch, 13. Oktober 2004, 19.30 Uhr

 

Musikalische Umrahmung : Fabienne Carlier, Chansons

 

Die aus dem Land von Jacques Brel stammende Chansonsängerin präsentiert ihre vielschichtige

Arbeit, bestehend aus eigenen Kreationen und pfiffigen Arrangements bekannter Chansons-„Standards“

 u.a. von Brel, Brassens, Piaf, Barbara und Apollinaire. Für die Preisverleihung wird sie ein

30minütiges Solo-Kurzprogramm präsentieren am Klavier und diatonischen Akkordeon. Die

Stücke werden aus dem Repertoire der Französischen Filmmusik zusammengestellt.

 

 

 

Programm u.a.:

 

Les feuilles mortes (aus dem Film „les Portes de la Nuit“ – Marcel Carné)

Quand tu dors près de mois (aus „Aimez-vous Brahms / Good Bye Again“)

Sous le ciel de Paris (aus „La Seine coule à Paris“ – Julien Duvivier)

Le Tourbillon (aus „Jules & Jim“ – Truffaut)

A bout de souffle (aus „Außer Atem“ mit Jean Paul Belmondo)

Rue St-Vincent, Astride Bruant (in Anlehnung an Jean Renoirs Films)

 

 

Pressestimmen:

„Carlier spielt souverän auf der Tonleiter der Gefühle ihre mit einer kräftigen Prise

Sprachwitz gewürzten Lieder“ (Kölner Stadtanzeiger)

 

„....Mit Akkordeon und dem Trio Cordial bringt Fabienne Carlier einen Klang zustande,

der weit entfernt ist von den vielen vielen, die Chansons machen nur mit Klavier und

Gesang“. (Saarländischer Rundfunk)

 

„Eine etwas andere französische Art mit Biss, Leichtigkeit und viel Dynamik!“ (Rheinische Zeitung)

 

Stefan Hillebrand / Oliver Paulus

„WENN DER RICHTIGE KOMMT“

Filmfestival San Sebastian: Ein ungewöhnliches Experiment gelang Stefan Hillebrand, Oliver Paulus (Regie)

und Mathias Schick (Kamera). Die Absolventen der Ludwigsburger Filmakademie erzählen in

"Wenn der Richtige kommt" eine Geschichte, die von ihren Darstellern erst während der Dreharbeiten

entwickelt wurde. Die Putzfrau Paula lernt bei der Arbeit den türkischen Sicherheitsbeamten Mustafa kennen.

Sie glaubt, in ihm die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben, und als er eines Tages nicht mehr zur Arbeit

erscheint, begibt sie sich auf eine abenteuerliche Suche in die Türkei. Authentizität ist wohl der Begriff,

 mit dem sich die seltsame Magie des Films beschreiben lässt. Ihr Zentrum ist die Schauspielerin Isolde

Fischer, deren Improvisationen aus einem banalen Putzfrauenleben, so anrührend und glaubhaft wirken,

dass die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwinden. (Filmecho)

 

 

Eine Einführung in den Film gibt der Filmjournalist Tobias Kessler (Saarbrücker Zeitung).

Im Anschluss an den ausgezeichneten Film lädt das Filmhaus zu einem Umtrunk ins Foyer.