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Über das Filmhaus

Das Filmhaus Saarbrücken ist das Ergebnis einer mehr als 30jährigen Geschichte kommunaler Filmarbeit in der Landeshauptstadt.

Die Anfänge des Filmhauses

Innenhof des Filmhauses in der Mainzerstraße

Im September 1976 wurde vom Jugendamt die „Jugendfilmbühne“ initiiert, ein Filmprogramm, das jungen Besuchern einen Filmbesuch mit geeigneten und aktuellen Filmen zu einem stark ermäßigten Eintrittspreis ermöglichen sollte. Dies wurde durch einen finanziellen Zuschuss der Stadt an das Filmkunststudio CAMERA auf der Berliner Promenade ermöglicht. Wöchentlich waren zwei Vorstellungen vorgesehen. Die Auswahl der Filme erfolgte durch einen städtischen Angestellten, den damals im Jugendamt beschäftigten Albrecht Stuby. Von Anfang an fand das Programm der „Jugendfilmbühne“ eine starke Resonanz.

Ab Januar 1978 wurde das Programm auf fünf Vorstellungen pro Woche erweitert (zwei Vorstellungen für den VHS-Filmclub, eine für die älteren Mitbürger der Stadt zusätzlich). Auch diese im Preis ermäßigten Vorstellungen wurden von der Stadt subventioniert, ausgewählt und beworben. Die Veranstaltungsreihe nannte sich „Saarbrücker Stadtkino“ und wurde vom Jugendamt betreut.

Filmfestival Max Ophüls Preis 1980 im Filmhaus gegründet

Logo Festival Max-Ophüls-Preis

Eine der ersten größeren Veranstaltungen des Stadtkinos war 1979 eine Retrospektive des in Saarbrücken geborenen Filmregisseurs Max Ophüls. Daraus entstand 1980 das Filmfestival Max Ophüls Preis. Im Gegensatz zu Frankreich gab es in Deutschland zur damaligen Zeit außer dem Bundesfilmpreis keine Filmpreise. Der Preis sollte an Max Ophüls erinnern, Saarbrücken als Stadt ins Gespräch bringen und junge deutsche Filmemacher fördern. Wie das Stadtkino fand das Festival seine Nische und entwickelte sich im Lauf der Jahre zum bundesweit wichtigsten Festival für den jungen deutschsprachigen Film. Festivalleiter war bis 1993 der Leiter des Stadtkinos Albrecht Stuby, der inzwischen zum Sachbearbeiter Film im Saarbrücker Kulturamt avanciert war.

Ende der 80er Jahre übernahm der Saarbrücker Verleih- und Kinobetrieb Saarfilm die CAMERA und begann dort verstärkt Filme aus dem eigenen Verleih zu zeigen – Anlass für die Stadt, nach Alternativen Ausschau zu halten. Zuerst wurde im „Theater im Stiefel“ ein Kinobetrieb auf 16mm-Basis eingerichtet, dann das Stadtteilkino in Dudweiler eröffnet. Nach der Schließung des Stiefeltheaters zieht man um ins „Filmcafé in der Garage“. Aus dem kommunalen Kino / Stadtkino wurde 1992 das „Amt für kommunale Filmarbeit“ mit dem Filmhaus als Nachfolger des Filmcafés und dem Ophüls Festival mit eigener Leitung, die aber ins Amt integriert war.

Filmhaus wird das Arthaus-Kino Saarbrückens

Filmszene

Im Jahr 2002 wurden Festival und Filmhaus organisatorisch getrennt. Das Festival kam zur Perspective GmbH und zog aus den Innenstadtkinos aus und um in das neugebaute CineStar.

In seiner nunmehr zwanzigjährigen Geschichte hat das Filmhaus dem anspruchsvollen, aber deshalb nicht weniger auch unterhaltsamen Arthaus-Filmen eine Heimat gegeben. Das Filmhaus garantiert, dass Saarbrücken als Landeshauptstadt vom Filmangebot her ein Metropolenprogramm bieten kann. Alle wichtigen und herausragenden Filme werden gezeigt. Ob europäischer Autorenfilm, amerikanisches Independent-Kino oder deutschsprachiger Nachwuchs, sie fanden hier ihr dankbares Publikum. Daneben zeigt das Filmhaus auch das Filmschaffen kleinerer Filmländer aus Lateinamerika, Afrika oder Asien und kommt damit seinem kulturellen Auftrag nach, ein Fenster zur Welt zu sein.

Etwa 30 Prozent der Besucher des Filmhauses kommen aus den umliegenden Städten und Gemeinden und aus Frankreich. Das Filmhaus trägt wesentlich dazu bei, die Attraktivität der Landeshauptstadt Saarbrücken zu erhöhen. Auch der Standort Mainzer Straße profitiert erheblich von dem kunst-interessierten Publikum.