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In Zeiten des abnehmenden Lichts

Ostberlin, im Frühherbst 1989. Wilhelm Powileit (Bruno Ganz), hochdekoriertes SED-Parteimitglied und Patriarch der Familie, wird heute 90 Jahre alt. Für die DDR, in die er 1952 aus dem mexikanischen Exil zurückkehrte und die er aus Überzeugung mit aufbaute, naht der 40. Geburtstag – es wird der letzte sein.

In Zeiten des abnehmenden Lichts (Foto: X Verleih)
Jahr:
2016
Spielzeit:
102 min
Sprache des Films:
DF
Land:
Deutschland
FSK:

1989 in Ostberlin: Urgroßvater Wilhelm, Ex-Widerstandskämpfer, Exil-Heimkehrer und Stalinist aus vollem Herzen, wird stolze 90 Jahre alt und deswegen will die Familie Powileit angeführt von seiner Frau Charlotte ihm zu Ehren ein großes Fest ausrichten. Zur Feier erscheinen zahlreiche Gäste, darunter Nachbarn und Leute von hohem Ansehen.

Und sie alle bringen Blumen vorbei und halten Reden auf den alten Wilhelm, als wäre die Welt noch heile. Aber einer wird aufgrund seines handwerklichen Geschicks schmerzlich vermisst und zwar Enkel Sascha. Keiner weiß wo er abgeblieben ist – und niemand ahnt, dass er sich nur wenige Tage vorher in den Westen abgesetzt hat und dass sich nur wenig später all ihre Leben für immer verändern sollen…

Matti Geschonneck ist mit der Verfilmung von Eugen Ruges Generationenroman ein kleines Meisterwerk geglückt. Ein klaustrophobisches Kammerspiel voller Witz und Wehmut über eine Gesellschaft, die den drohenden Zusammenbruch einfach nicht wahrhaben will. – ZDF Aspekte