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DEADWOOD

Vortrag von Bärbel Schlimbach, M.A. (Universität des Saarlandes), Eintritt frei

Mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und von der Kritik hochgelobt erzählt die Western-Serie Deadwood des Senders HBO die Entstehungsgeschichte der gleichnamigen Goldgräbersiedlung. Am Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt sich Deadwood von einer kleinen Siedlung außerhalb des US-Gebiets hin zu einer boomenden Stadt, die sich darauf vorbereitet, formal in den Einflussbereich der USA integriert zu werden. Vor dem Hintergrund der illegalen Ansiedlung innerhalb von „Indian Territory“ thematisiert die Serie die Motivation dieser Besiedlung durch Gold-, Geld- und Machtgier und kann somit auch als Parabel auf die Entstehung der Vereinigten Staaten gesehen werden. Darüber hinaus wird das Streben der einzelnen Charaktere nach Verwirklichung persönlicher Wünsche und Träume sowie die nach und nach entstehende Gesellschaftsordnung thematisiert.

DEADWOOD
Sprache des Films:
Vortrag
Reihe:
Erfolg in Serie

Die Darstellung der Entwicklung von Machtstrukturen und Kapitalismus sowie der Fokus auf die immer weiter fortschreitende (staatliche) Kontrolle bietet Ansatzpunkte, die über eine binäre Darstellung von Konflikten zwischen Gut und Böse, Männern und Frauen, Siedlern und Native Americans oder der Gegenüberstellung von “Zivilisation” und “Wildnis” hinausgehen. Der einführende Vortrag wird neben Genre-Aspekten und Darstellungen von Geschlechterrollen in der Serie vor allem auf die Möglichkeit einer Neuverhandlung eines nationalen Gründungsmythos eingehen.