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THE HAPPY FILM

Auf der Suche nach dem vollkommenen Glück unterzieht sich Graphic Design-Star Stefan Sagmeister skurrilen Selbstversuchen und reist um die Welt.

THE HAPPY FILM
Jahr:
2016
Spielzeit:
91 min
Sprache des Films:
OmU
Land:
USA
FSK:

Stefan Sagmeister lebt in der Stadt seiner Träume, New York, und designt erfolgreich Album-Covers für Jay-Z, die Rolling Stones und Talking Head – sprich, er hat den coolsten Job in der coolsten Stadt und sollte sich glücklich schätzen. Doch ihn plagt die Frage, ob da nicht noch mehr ist. Kann man nicht noch ein Stückchen glücklicher sein? Dieser Dokumentarfilm ist ein Experiment. Regisseur Stefan Sagmeister macht sich selbst zum Versuchskaninchen, im wahrsten Sinne des Wortes. Er hüpft in pinkem Hasenkostüm über den Times Square, geht zur Meditation, nimmt Aufputschmittel. Alles kontrollierte Versuche sich selbst hin zum Glücklichsein zu therapieren. Dabei kommen Sagmeister die Irren und Wirren des echten Lebens in die Quere. Auf der Suche nach seiner persönlichen Anleitung zum Glücklichsein stellt Sagmeister fest, dass alles verknüpft ist: Liebe, Tod, Kunst. Ist die Komplexität seiner Lebensrealität der Störfaktor? Oder ist es der Anspruch, das Leben so kontrolliert wie eine rigide durchgeplante Laborsituation zu gestalten? (kino.de)

Es ist anfänglich nicht ganz klar, wieso Sagmeister sich als nicht glücklich genug empfindet. (…) Doch der Tod seiner Mutter und die Trennung von seiner langjährigen Freundin lösen in ihm den Wunsch aus, mehr an seinem Glück zu arbeiten. Er will dafür drei bestimmte Wege ausprobieren, die als Mittel zum ultimativen Glücklichsein propagiert werden: Erstens Meditation, zweitens Therapie und drittens Medikamente. Jeweils drei Monate Zeit gibt er sich für jeden Weg. Doch weil das Leben anders läuft als geplant, wird aus dieser Doku ein Langzeitformat mit großen zeitlichen Lücken – ein "Fehler", aus dem Sagmeister keinen Hehl, sondern fast schon eine Tugend macht. Und so zieht er nach Bali zum Meditieren, doch das wird bald langweilig und ihm tut der Rücken weh. Die Therapie bei der herrlich geradlinigen Dr. Hankin, die seinem Lamentieren und leichtem Hang zum Selbstmitleid keinen Platz lässt, bringt ein paar Erkenntnisse, aber auch keinen wirklichen Durchbruch in Sachen Glück. Die Medikamente verwandeln ihn eine Zeit lang in einen Maniker, doch auch dieses chemische Glück funktioniert nur bedingt. Während seiner Suche begegnet Sagmeister auch immer wieder Frauen, in die er sich verliebt, deren Beziehungen jedoch nie lang halten. Dank der Therapie erahnt er, dass es an ihm liegt, zu ändern vermag er es jedoch nicht. (Beatrice Behn, kino-zeit.de)

Regie:
Stefan Sagmeister & Ben Nabors
Darsteller:
Dokumentarfilm