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PETER HANDKE – BIN IM WALD. KANN SEIN, DASS ICH MICH VERSPÄTE

Nach GERHARD RICHTER PAINTING hat Corinna Belz erneut einen unwiderstehlichen, klugen, im besten Sinn begeisternden Film geschaffen, der überraschende Einblicke in das Denken, die Arbeit und das Leben des Schriftstellers Peter Handkes eröffnet. Ein Film über das Schreiben, über die Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihre Verwandlung in Kunst, über die Kunst und Notwendigkeit des Erfindens – und über die die großen, unverzichtbaren Fragen, die uns Peter Handke eindringlich und zuweilen unerwartet liebevoll stellt: "Was ist jetzt? Wie soll man leben?"

PETER HANDKE – BIN IM WALD.
Jahr:
2016
Spielzeit:
89 min
Sprache des Films:
DF
Land:
D
FSK:

Peter Handke ist rätselhaft: Im Jahr 1966 gelang dem österreichischen Autoren mit einem spektakulären Auftritt bei der Gruppe 47 in Princeton, bei dem er die "Beschreibungsimpotenz" der anwesenden Autoren und Kritiker beklagte, und seinem von Claus Peymann inszenierten Theaterstück Publikumsbeschimpfung der Durchbruch; er galt eine Zeitlang als enfant terrible der deutschsprachigen Literatur. Es folgten erfolgreiche Bücher wie Die Angst des Tormanns beim Elfmeter und Der kurze Brief zum langen Abschied. Doch trotz dieser frühen öffentlichen Präsenz und nachfolgenden kontroversen Auftritten sowie Texten ist Peter Handke ein schüchterner, zurückgezogen lebender Mann, der für die Arbeit an seinen Büchern absolute Ruhe braucht und jede Ablenkung ablehnt. Corinna Belz hat ihn nun für ihren Dokumentarfilm (...) über einen Zeitraum von drei Jahren beständig besucht und mit ihm gesprochen. (Sonja Hartl, kino-zeit.de)

Seit vielen Jahren lebt und arbeitet Peter Handke in seinem Haus in einer Pariser Vorstadt, ein stiller, gastlicher, von Leben und Schreiben, Sprachlichem und Nicht-Sprachlichem aufgeladener Ort – „eine Rettung“, wie Handke einmal sagt. Hier beginnt der Film von Corinna Belz, von hier aus bricht er auf zu seinen mal hoch konzentrierten, mal fast beiläufigen, immer aufmerksamen Erkundungen und Begegnungen, hierher kehren wir ein ums andere Mal zurück. Peter Handkes genauer, freier Blick wird spürbar in seinen Texten, den Gesprächen, dem Kosmos seiner Notizbücher, den zahlreichen bisher unveröffentlichten Polaroids.

Für diesen Film können Sie sich über die App GRETA eine Audiodeskription für Blinde und über STARKS Untertitel für Hörgeschädigte  herunterladen und abspielen. Die Apps für Ihr Smartphone finden Sie in Apples App Store oder bei Google Play.

Regie:
Corinna Belz